Willkommen bei Speer. Sascha und Pierre, äußerst redselig.
In dieser Folge geht es um eine Frage, die eigentlich simpel klingt, aber ziemlich schnell größer wird.
Wo ticken wir eigentlich komplett unterschiedlich?
Im Alltag, in unseren Ansichten, bei Gewohnheiten, bei kleinen Macken und bei Dingen,
bei denen der eine nur den Kopf schütteln kann, während der andere sich völlig im Recht fühlt.
Wie so oft bleibt es dabei natürlich nicht nur bei einer Antwort,
sondern es entwickelt sich ein Gespräch mit Abschweifungen, ehrlichen Momenten
und genau der Mischung aus Chaos und Klartext, die Speer ausmacht.
Also hört rein in eine Folge über Unterschiede, Reibungspunkte und die Frage,
warum gerade das manchmal die besten Gespräche ergibt.
Hallo Pierre. Hallo Sascha.
Willkommen bei unserer Aufnahme.
Ja, zum Thema, keine Ahnung, was wir heute eigentlich vorhaben.
Mal wieder. Wir sind irgendwie in letzter Zeit ziemlich lost, wenn wir keine Gäste haben.
Ja, ich glaube, wir sollten vielleicht doch überlegen, ob wir nicht zweiwöchentlich veröffentlichen.
Und dann nur noch mit Gästen.
Ja, wir haben ja keine, kommt ja keiner.
Es kommt wirklich keiner.
Morgen haben wir noch einen, aber sonst habe ich ja nur irgendwie da gar keine Reaktionen gerade oder Absagen.
Ja, naja, wir haben ja noch was in der Pipeline. Ein bisschen was kommt dann noch.
Ihr müsst mal wieder mit uns vorlieb nehmen.
Mit unseren gerade nicht so guten Ideen.
Ja, wir sind ein bisschen wirklich, ein bisschen lost.
Wir haben jetzt auch einen Standard für uns und du trinkst schon wieder Bier, Sascha.
Ich fasse es nicht.
Man braucht den Waff.
Es ist unglaublich.
Hast du eine kreative Schaffenskrise?
Nee, ich sitze Penner-like, verstehst du?
Penner-like?
Es ist Penner-like.
Okay.
Ich versumpfe jetzt, habe ich mir überlegt.
Das ist auch schön.
Ja.
So ein Typ.
Das ist ein typisches Begriff, den meine Oma immer gepflegt hat.
Ich versumpfe.
Versumpfe.
Gut.
Ja, wir hatten uns überlegt, ja, reden wir heute nochmal darüber, wo wir denn eigentlich so unterschiedlich sind.
Und wo wir uns so gegenseitig so gar nicht verstehen.
Ihr könnt euch also freuen.
Bei den richtigen Themen wird sich Sascha wieder aufregen und nicht wieder einkriegen, wie wir das so kennen.
Und heute lasse ich das alles drin.
Ist mir egal.
Aber mal schauen, wie weit wir auch kommen.
Theoretisch wäre das Zündstoff dafür, dass es heute unsere letzte Sendung sein kann.
Ja.
Ich weiß nicht, ich bin ja klüger als du.
Ich kann das nicht ändern.
Oh, meinst du?
Ich lasse dich auch einfach in dem Glauben, dass das so ist.
Mach ruhig, mach ruhig, mach ruhig.
Ja, ich weiß ja, der Dümmere gibt nach.
Dein Kopfschütteln hat man übrigens, sieht man nicht im Podcast, immer noch nicht.
Aber auch da lasse ich dich im Glauben.
Ja, lass mich ruhig.
Man muss auch nicht jeden Scheiß kommentieren, weißt du doch.
Das kannst du leider nicht, aber.
Als würdest du das wirklich können.
Gut, mein Lieber.
Ja.
Wo sind wir denn unterschiedlich, Sascha?
Jetzt mal abgesehen von.
Guck mal, ich habe hier so ein paar Fragen.
Hier steht zum Beispiel, wer von uns würde eher einen Termin verbinden?
Also ich würde zu spät kommen.
Ja.
Wer hat sich gerade an einen Termin erinnert, an den du dich gar nicht mehr hattest?
Ich wäre morgen erinnert worden.
Weil ich habe ja immer in Erinnerung morgen.
Ja, das ist richtig.
Okay.
Ja, wir haben morgen nämlich auch nochmal Aufnahmetag, nur damit ihr das gleich wisst.
Mit einem Gast, Gott sei Dank.
Ja, mit einem Gast.
Mal gucken, wie ich da so bin.
Aha, man weiß es nicht.
Ich sage nur so viel, wenn du böse bist, stell dir dich ins Achtung.
Und dann gibt es so eine Frage zum Beispiel, wer von uns würde eher einen Streit anfangen?
Ich glaube, das weiß ich.
Ich auch.
Da sind wir uns, glaube ich, auch einig.
Also wenn wir jetzt hier quasi mit Schildern sitzen würden, er oder er,
dann würde ich er im Sinne von du hochhalten.
Ja, vermutlich ist das so.
Aber ich würde es vielleicht nicht immer gleich als Streit empfinden,
sondern einfach so, wie wir das schon mal gesagt haben.
Meine Meinung ist halt besser.
Ja, und die einzig wahre.
Ja, und auch da kommentiere ich es nicht.
Nein, brauchst du auch nicht.
Ja, guck mal, das sind lauter Fragen, die auch immer nur auf einen zu treffen.
Wer von uns würde eher impulsiv etwas zusagen?
Etwas zusagen?
Ja.
Ja, ich glaube, also im Endeffekt können wir es abkürzen.
Alles, wo in der Frage impulsiv steht, bist du es.
Vermutlich.
Wobei bei Zusagen bin ich mir gerade nicht so sicher.
Eigentlich sage ich immer erstmal,
ne, meine ich.
Wobei doch bei den Terminen, die du mir gibst,
sage ich immer, ja, ja, ja, ja, machen wir.
Ja, ja.
Und gucke erst hinterher im Kalender, ob ich wirklich Zeit habe.
Ja, aber das kenne ich.
Also, ja, das kenne ich auch.
Das kannte ich bei der Aufnahme mit Dr. Johannes Streif.
Kannte ich das auch, wo man vorher den Termin ausgemacht hat.
Wie er guckt auf sein Handy und sagt,
Och, guck mal, ich kann da gar nicht.
Ja, das ist korrekt.
Ich weiß gar nicht mehr, was da...
Ach, da waren wir bei der...
Da war der Basketball oder so.
Ja, das stimmt.
Da war ja...
Ja.
Naja, da haben wir es halt dann morgens getan.
Wir haben es ja nur am selben Tag...
Also ich habe es mit ihm gar nicht getan.
Doch, wir haben es getan.
Das allererste Mal.
Ja, das ist jetzt echt, ne?
Das weiß ich nicht.
Das war echt.
Das weiß ich, dass es echt war.
Aber ob es jetzt echt war, weiß ich nicht.
Ach so, okay.
Ja, okay.
Das ist auch eine Frage, die ist schön.
Wer von uns würde eher nachts um drei
noch zu viel nachdenken?
Du.
Ja.
Vielleicht hätte ich da noch was für kaufen können.
Oder so.
Also das Problem ist ja,
was das Kaufen angeht,
denkst du ja nicht nach.
Da sagst du dann impulsiv zu.
Ja, natürlich.
Also, ne, oft ist es so,
dass ich angefangen habe, darüber nachzudenken
an dem Morgen.
Dann habe ich irgendwann zwischendurch gedacht,
nee, brauchst du nicht.
Komm, brauchst du wirklich nicht.
Dann kann ich nicht pennen, dann muss ich es kaufen,
kann ich schlafen.
Aber nachts um drei ist es dann ganz nötig,
dass es braucht.
Ja, ganz nötig.
Es wird auch schlimme Zeiten auf mich zukommen.
Ich habe tatsächlich einmal so ein Prime gekündigt.
Ab Oktober habe ich das nicht mehr, ab 13.
Das heißt, Lieferzeiten werden länger
und ich muss Geld bezahlen für Versand
und so einen Blödsinn.
Oh mein Gott.
Ja.
Kommt drauf an.
Um jetzt mal kurz vom Thema zu kommen,
was wir ja ganz gut können eigentlich.
Es kommt ja auch immer drauf an,
wie viel bestellst du tatsächlich bei Amazon.
Ist es dann so,
dass sie sich mit Prime rechtfertigen?
Also, jetzt mal ehrlich,
Prime Video lässt sich nicht mehr mit dem Prime
rechtfertigen.
Darum habe ich gekündigt.
Das ist ja der Punkt.
Also Prime Video interessiert mich nur noch sehr, sehr wenig
und geht mir auf den Sack mit ihrer Werbung.
Ja, aber es haben ja fast alle Streamingdienste.
Es sei denn,
du hast die Platinum-Version.
Aber das ist mir dann doch zu viel geworden
und gut,
denn Musik war eh nicht dabei.
Musstest du sowieso extra kaufen,
wenn du das haben wolltest.
Und ja, nö.
Fand ich halt nicht so prall.
Deswegen habe ich es erstmal gekündigt.
Vermutlich schließe ich es 10 Tage später wieder ab,
weil mir das alles zu lange dauert, bis es da ist.
Aber ich würde es mal ausprobieren.
Let's try it.
Try an error.
Ich habe dir ja gerade offline,
um vom Thema kurz abzukommen,
ja auch schon erzählt,
dass ich ein neues Autoradio habe
und was da so schiefgegangen ist.
Ich habe festgestellt,
dass das Autoradio WLAN,
könnte.
Jetzt sind wir bei meinen Kaufzwängen.
Was hat sich Sascha jetzt wohl noch angeschafft,
was demnächst kommt?
Ein WLAN-Stick?
Ein WLAN-Modem,
mobil.
Okay.
Damit ich im Auto WLAN ausstrahlen kann
für mein Radio,
dann kann ich nämlich,
ohne dauernd Android-Auto zu nutzen,
das eigentliche Android-Radio nutzen
mit vielen Dingen
und Apps runterladen unterwegs und so.
Ich habe eine komplette Vollmeise,
ich weiß das,
aber wenn es jetzt,
wenn es möglich wäre,
wollte ich das machen.
Das Einzige, was ich nicht nachrüste,
ist die Kamera,
die jetzt möglich wäre.
Könnte es eine Rückfahrkamera nachrüsten.
Allerdings müsste ich dafür,
um das Kabel vernünftig zu verlegen,
das halbe Auto auseinanderbauen.
Und deswegen habe ich hier nicht mitgekauft
und mein Auto hat ja eine Parkdistanz.
Also es piept.
Und ich habe mich dann gefragt,
ob es mir das wert ist,
dass es piept und ich ein Bild habe.
Weiß ich nicht.
Ist es das?
Nein.
Nein.
Fand ich jetzt nicht so.
Deswegen habe ich das weggelassen.
Wir warten heute Nacht um drei ab.
Nee, nee,
sind schon zwei Nächte vergangen,
wo ich es nicht gekauft habe.
Ja gut, alle guten Dinge sind drei.
Es gäbe noch Möglichkeiten,
das Ganze mit Funkmodulen zu machen,
aber ganz ehrlich,
das ist es mir nicht wert.
Das wird mir zu teuer.
Sascha, und damit ich überhaupt
gar nicht darüber nachdenken muss,
habe ich gleich ein ganz neues Auto gekauft.
Ja, ja, ja.
Ein Diesel.
Ein Diesel, ja.
Weil er einfach günstiger ist im...
Was auch immer.
Da, wo wir komplett unterhalten,
unterschiedlich werden.
In dieser Zeit ein Diesel.
Ein großes Dieselauto.
Es wird ja auch irgendwann wieder günstiger werden.
Also er kauft sich,
der Pierre kauft sich tatsächlich
ein Dieselauto in dieser Zeit,
weil ja der Diesel so günstig ist
und die Steuern von dem Diesel auch.
Ja, aber es wird irgendwann wieder günstiger.
Nein.
Doch.
Nein.
Er wird wieder günstiger.
Was ab?
Ich glaube nicht.
Na.
Ich sehe das schon kommen,
dass Pierre dann bei jeder Fahrt von mir
Spritgeld haben möchte
und ich dann immer sage,
wir nehmen mein Auto.
Habe ich jemals Spritgeld genommen?
Ja, nach Bremen.
Da hast du mir Spritgeld gegeben.
Ich habe gesagt, brauchst du nicht.
Das hast du nicht gesagt.
Du hast gesagt, zurück soll ich bezahlen.
Nein, hast du nicht gesagt.
Ist auch egal.
Ist ja auch nicht wichtig.
Aber ich verstehe nicht,
warum man sich jetzt ein Diesel kauft
und warum...
Ich habe noch nicht so ganz verstanden,
Pierre, warum du so ein großes Auto brauchst.
Weil ich es gut finde.
Einfach, weil ich es für mich haben wollte.
Das ist die Frage.
Du weißt schon, wie viele Mikros
du dafür hättest kaufen können
und Geräte für diesen Podcast.
Und das ist korrekt.
Ja.
Aber das wäre ja dann...
Ich finde deine Prioritäten,
wo sind wir komplett unterschiedlich,
ich finde deine Prioritäten nicht gut gesetzt.
Ja, du wirst mir danken,
wenn wir irgendwann wieder irgendwo hinfahren
und du dich betrieben...
Dann nehmen wir mein Auto,
weil das günstiger ist.
Wahrscheinlich, wahrscheinlich.
Dann müssen wir noch einen Anhänger hintendran machen.
Ach, können wir ja gar nicht.
Weil wir nicht alles mitkriegen bei dir.
Hat dein Auto wenigstens einen Anhänger?
Ja, natürlich hat er das.
Wie viel darf der denn ziehen?
Äh, knapp zwei Tonnen.
Du darfst ja sowieso nicht,
aber ich kann ja.
Nee, du.
Aber die haben ja schon fast,
wenn du dich hinten auf die Anhängerkupplung setzt.
Ah, das ist eine schöne Retourkutsche.
Schöne Retourkutsche.
Ich setze mich nicht drauf,
ich mach das mit dem Mund.
Ja, und von mir aus auch das.
Wie du dich damit verbindest,
ist mir egal.
Hauptsache, du rutschst nicht runter.
Wir haben gelernt,
Pierre hat ein neues Auto
und er hat sich vergrößert.
Ja.
Und er gibt...
Und ich habe übrigens standardmäßig
eine Rückfahrkamera.
Das ist schön.
Ich habe Pipa.
Und Parkdistanz.
Ah, okay.
Habe ich auch noch.
Das nervt mich total ab übrigens.
Ja?
Weil du damit nicht umgehen kannst.
Weil es mich einfach nur abnervt,
dieses Gepiepe.
Ich bin...
Ab heute habe ich unseren Dienstwagen gehabt
und der piepte gefühlt
alle paar Minuten ein E-Auto.
Und ich...
Boah.
Nee.
Da habe ich das Gefühl,
ich habe ADHS.
Nee, du hast keine ADHS.
Nein?
Okay, habe ich.
Nein.
Du hast andere Krankheiten.
Ich habe ja auch nur gesagt,
ich habe das Gefühl.
Du hast andere Krankheiten.
Aber keine ADHS.
Definitiv nicht.
So, nächste Frage.
Ja, okay.
Wo ticken wir komplett unterschiedlich?
Wir hatten es off-take gerade schon.
Schuhe.
Ich habe welche.
Du hast eine Stammlung.
Das ist nicht mehr normal.
Auch da sind die Prioritäten falsch gesetzt.
Für diese Schuhe hättest du einiges
an Mikros und Technik kaufen können.
Aber die hatte ich ja schon
vor unserem Podcast teilweise.
Teilweise.
Aber sie sind auch nicht so teuer,
wie man vielleicht das auf den ersten Blick...
Also, das ist ja ein bisschen
ein bisschen ein bisschen
ein bisschen ein bisschen
ein bisschen ein bisschen
aus dem Alter.
So früher mit
17, 16.
Da habe ich echt
richtig Geld für Schuhe ausgegeben.
Aber heute nicht mehr so.
Da kaufe ich ja so...
Da hatte ich kein Geld.
Da kaufte ich...
Naja, ich habe ja schon früh
angefangen zu arbeiten, Sascha.
Das war ein schöner Hänger zwischendurch.
Ich will nicht genau wissen,
was du getan hast.
Aber ich habe angefangen.
Ich habe mit 17
meine Lehre begonnen.
Okay.
Okay.
Und dann bist du Beamter geworden.
Ja.
Okay.
Und da hatten wir schon
etwas Geld zur Verfügung.
Ja.
Das haben wir dann
beim Klamotten-Dealer unserer Wahl,
der um die Ecke war,
quasi umgesetzt.
Schöne Grüße gehen raus.
Ich hatte mit 17...
Auch ein paar Schuhe.
Und das hast du heute noch,
so wie sie aussehen.
Ja, genau.
Nein, nein, nein.
Sie stinken vielleicht genauso.
Nein.
Ich hatte mit 17 kein Geld,
weil ich war in der schulischen Ausbildung.
Ja.
Ja.
Und...
Erklär das eine Paar Schuhe,
was du heute noch trägst.
Ja.
Die Sandaletten.
Die Sandaletten.
Die hast du von Hannibal geerbt, ne?
Sascha Sander, Sandaletten, ist ja klar, ne?
Die Sachen sind halt einfach so.
Und dann hatte ich kein Geld,
weil ich nicht gearbeitet habe
und depressiv war.
Und dann hatte ich einfach kein Geld,
weil ich depressiv war
und nicht gearbeitet habe.
Und irgendwann habe ich herausgefunden,
was mit mir nicht stimmt und so.
Und dann hatte ich plötzlich Geld.
Und seitdem habe ich trotzdem kein Geld,
weil ich habe gelernt,
man kann sich dauernd Dinge kaufen.
Ja, aber keine Schuhe.
Die Technik meint.
Ja gut, aber...
Ich sage es jetzt mal so,
so ein Mikro brauchst du vielleicht
zwei Stunden am Tag maximal,
wenn überhaupt.
Länger brauche ich meine Schuhe auch nicht.
Was?
Allein wenn du ins Büro fährst,
musst du Schuhe tragen.
Ziehe ich aus, wenn ich im Büro bin.
Ja.
Kein Wunder,
dass die ein anderes,
als Großraumbüro,
wo sich der Gestank mehr verteilt,
wahrscheinlich zieht.
Wahrscheinlich.
Also ich habe den Schuh-Tick nicht,
den verstehe ich auch nicht.
Es hat ja auch gar nichts mit Schuh-Tick zu tun.
Du hast einen totalen Schuh-Tick.
Ich kenne Menschen,
die haben mehr Schuhe.
Ja, weibliche.
Nein, auch männliche.
Mein Kumpel Daniel beispielsweise,
er hat sich jetzt schon wirklich,
er hat sich sehr verkleinert,
was Schuhe angeht,
aber der hatte früher
oder auch ein anderer Kollege von mir,
die hatten deutlich mehr Schuhe
und auch zu deutlich anderen Preisen.
Also,
Daniel, muss ich dazu sagen,
hat da wirklich schon echt abgespeckt
und viele verkauft.
Ja, aber die sind doch so zum...
Manche haben,
das ist so ein Sammelobjekt für manche.
Ist tatsächlich so.
Für mich nicht.
Für dich nicht.
Aber du sammelst dafür Mikrofone.
Nee, die sammle ich ja nicht,
die benutzen wir ja tatsächlich.
Naja.
Aber die Frage ist halt,
ich überlege gerade,
was ich überhaupt sammle.
Also Freunde sind es schon mal nicht.
Nö.
Nee.
Menschen generell nicht.
Nee, das ist korrekt.
Ich glaube, das steht auch unter Strafe.
Ja, nee, weiß ich nicht.
Kommt auf den Keller an.
Und wie tief der Brunnen in dem Keller ist, ne?
Nee, nee.
Ist nicht so, nee, nee.
Nee, kann ich nicht verstehen.
Weiß ich nicht, warum.
Ich habe viele Schuhe,
aber ich trage sie nicht.
Also was heißt viele Schuhe?
Ich glaube, ich habe insgesamt,
vielleicht sind es sieben Paar.
Fünf davon habe ich als Arbeitsschuhe,
angesehen mittlerweile.
Also aber nicht im Arbeiten von Sinne,
ich fahre ins Büro zum Arbeiten.
Nee, mehr so zum Arbeiten.
Ich ziehe sie im Garten an,
wenn ich was mache
und dann trage ich doch meine guten Schuhe.
Also was ich so gute Schuhe nenne.
Ja, warum nicht?
Wobei meine guten Schuhe
ursprünglich auch mal sehr teuer waren.
Das sind ja,
wie heißen die denn?
Meinde oder so ähnlich.
Das sind ja so Hightech,
geile Markengedönsschuhe.
Wie heißen die?
Meinde,
ich weiß es nicht.
Das ist eine Wander,
eigentlich für das Wandern.
Ja, die haben auch andere Schuhe.
Deutsche Outdoor-Firma.
Also für mich teuer für Schuhe.
Allerdings habe ich gelernt,
dass das bei meinem Gewicht,
auch wenn ich übrigens,
ich wollte ja noch darüber berichten,
wenn ich abnehme,
meine elf Kilo abgenommen habe,
jetzt schon.
Darauf kannst du dir erstmal ein Bier gönnen.
Ja, natürlich.
Zwei heute.
Auf einem Bein kannst du auch nicht stehen.
Ja, genau.
Auf einem Magen kann ich auch nicht trinken.
So, die Geschichte ist trotzdem,
bei meinem Gewicht waren Billigschuhe
immer ein Problem.
Die haben sich so direkt,
mit den Füßen sind die so eine Einheit geworden.
Das ist,
konnte sich hinterher nicht mehr so richtig unterscheiden,
was da zu wem gehört.
Halt ab einem bestimmten Geld.
Schwierig, ne?
Das ist übrigens auch der Grund,
warum ich keine High Heels trage.
Und weil es keine Stahlverstrebungen
in den High Heels gibt.
Ja, ist so.
Ja, gehen wir doch vom Thema Schuhe mal weg.
Hast du noch was,
was dich denn bei mir gerade in letzter Zeit
wieder so nervt?
Oh, wo soll ich anfangen?
So viel Zeit haben wir auch überhaupt nicht.
So viel Zeit haben wir nicht.
Wir haben Zeit.
Ah.
Was, in letzter Zeit oder generell?
Nee, es fängt schon wieder an, weißt du?
Es fängt schon wieder an, mich direkt aufzuregen,
wenn du den Mund aufmachst.
Ja, fang doch einfach mal an.
Was fällt dir denn da spontan ein,
wo ich dir gerade auf den Sack gehe?
Also ich kann das nicht viel sagen,
nein, ich halte mich ja fern von dir.
Ach so, tun wir das?
Ja, jetzt die letzten Tage, das ist korrekt.
Die letzten Tage, aber wir hatten
in den letzten
Wochen
hatten wir schon viel.
Weil wir auch natürlich viele Termine hatten.
Ja, ich finde,
unsere Beziehung braucht eine Pause.
Das kann manchmal schon
sehr hilfreich sein, das stimmt.
Aber es ist ja,
also ich kann jetzt gerade eben,
fällt mir so spontan jetzt,
nichts ein, aber es ist schon...
Weil ich ein Guter bin halt, ne?
Da fällt halt nichts ein.
Ja, okay, warte, mir ist jetzt gerade eben was eingefallen.
Gerade eben.
Boah, ich weiß nicht, wie es kommt, aber...
Ich bin halt ein Guter.
Ja, das ist korrekt.
Das ist richtig.
Das legt mich einfach nur auf, dass du so gut bist.
Ja, ich bin ein wirklich gutmütiger Mensch.
Das nervt mich einfach.
Das kann ich gut verstehen.
Ich kann es gar nicht in Worte fassen.
Dagegen sieht halt jeder andere aus wie
Lucifer himself,
weil ich so ein Guter bin.
Ich kann da nur mit
Nicken antworten.
Ich nicke für alle Hörer, ich nicke.
Ja.
I am too sexy.
Ja, okay.
Mir fällt gerade noch was ein.
Ja, was denn?
Warte mal, wie steht denn das hier?
Weißt du, was mich manchmal nervt? Dass du so ein richtig
langsamer Denker sein kannst. Du sagst, mir fällt was ein,
und dann kommt fünf Minuten lang nichts.
Nee, nee, nee. Ich wege tatsächlich
oft ab, was ich sage
und wann ich es sage. Das ist nicht gut.
Das mache ich ja auch nicht.
Das ist ein Problem und das ist etwas, was mich echt
nervt manchmal.
Aber doch.
Ist ja dein Problem. Ja, das ist korrekt.
Und damit
muss ich leben.
Du musst nicht, du hast dir das freiwillig ausgesucht.
Naja, ich muss so lange damit leben,
solange ich dieses hier fortfahre.
Ja. Und in dem Moment,
wo ich sage, ich möchte das nicht mehr,
dann heißt es wirklich nur noch sehr.
Ja.
Ich habe neulich schon überlegt, ob ich nicht mal eine Folge
alleine mache, um es auszuprobieren.
Ja, von mir aus.
Aber ich, ja, nee, weiß ich noch nicht.
Ich mache vielleicht demnächst
die Folge Selbsthilfe oder so.
Ohne Fragen. Ich sehe den ganzen
Leuten einfach nur, was ich denke.
Du könntest dann als Untertitel nehmen, Ornani ist Liebe an und
für sich.
Ornani ist voll in Ordnung.
Egal, wer du bist.
Von mir aus.
War ein Lied von
Roh, hießen die, R-U-H, tatsächlich.
Beschreibt den Zustand
des ungekochten Fleisches.
Nee, wahrscheinlich
und die hatten viel so komische Lieder.
Einer von denen war, glaube ich, ganz bekannt
irgendwann mal, Lukas Hilbert oder so hieß der, glaube ich,
keine Ahnung. Ach du Scheiße.
Der hat noch mal was anderes gemacht.
Naja, der war doch, war der nicht Jurohr
bei DSDS, Lukas Hilbert.
Aber übrigens
das Abschweifen,
ne? Ja, das nervt dich auch, oder?
Ja, das ist schon. Ich finde schon,
dass das manchmal
tatsächlich
auch ein bisschen
ein bisschen
Aber da du ein Guter bist, ist das nicht schlimm.
Richtig. Das ist Lukas Hilbert gewesen. Übrigens,
Roh, die Band, kam angeblich
von Romantisch, habe ich gerade
gelesen, wobei ich das dann mit H schreiben würde.
Aber es heißt nur noch
Roh und es war Lukas Hilbert
Gitarre und Gesang. Ja.
So ein kleiner, mit wenig Haaren.
Ja.
Kannte kaum jemand, natürlich.
Wie das meiste, was ich so richtig gut finde und fand.
Ja, fand ich ganz lustig.
Die haben auch so Lieder gemacht wie
Ich liebe dich viel zu weit weg, du brennst immer noch
mit mir.
Ich hab mein Handy in der Hamburger Schule
verloren, die Welt ist voller Frauen,
wenn der Morgen kommt, mein Paradies.
Sex? Hört mir
überhaupt hier irgendeiner zu?
Nein, nein, nein.
Schön war, glaube ich, auch das Lied
Wie kriege ich die Zeit bis zu meiner Beerdigung?
Noch rum.
Ich bin tot. Dann hat das anscheinend
geschafft irgendwann. Und so weiter
und so fort. Ja.
Gut.
Abgeschwiffen, abgeschweift heißt es übrigens.
Habe ich jetzt mehrfach gelernt. Abgeschweift.
Obwohl sich das falsch anfühlt.
Hier ist eine Frage,
die wir, glaube ich, beide beantworten
können mit keiner von uns.
Wer entschuldigt sich
schneller?
Ich glaube,
das ist bei uns tatsächlich noch nicht.
Das ist vorgekommen.
Ich glaube, das tun wir einfach nicht.
Du hast irgendwann mal,
da haben wir uns auch diskutiert.
Und dann hast du irgendwie
ein paar Tage später ganz klein und gesagt,
naja, ich hätte dir eigentlich recht geben müssen.
Aber das sage ich dir jetzt nicht.
Das ist ja keine Entschuldigung.
Aber deswegen, glaube ich, hatten wir das noch nicht.
Also das können wir
offen lassen und würde ich dann berichten,
wenn es mal soweit ist.
Ja.
Weiß ich nicht.
Also bisher wüsste ich es nicht.
Ich wüsste auch nicht, dass es mir fehlt.
Also fehlt es dir, müsste ich mich
deiner Meinung nach mehr entschuldigen.
Ja, aber dann hätten wir für nichts anderes mehr Zeit.
Das ist ja schon mal wieder Quatsch.
Ich wüsste auch nicht,
warum ich mich entschuldigen soll dafür,
dass ich bin, wie ich bin. Ich kann auch nichts dafür.
Ich muss auch mit mir leben.
Das, was ich mir selber alles an den Kopf werfe, ist ja auch nicht nett.
Also von daher.
Das kriegt aber selten jemand mit.
Das weiß ich nicht.
Hm.
Was hilft, damit ein Konflikt nicht eskaliert?
Ja, Pierre hält am besten die Fresse.
Das hilft, glaube ich, oft,
damit ein Konflikt bei uns
nicht eskaliert, indem ich einfach nichts sage.
Es ist eigentlich
recht clever.
Weil wenn ich erstmal auf meiner Meinung festsitze,
dann...
Ich habe ja mittlerweile auch ein bisschen gelernt,
wie man mit ADHS-Land umgeht.
Und
deswegen hilft es in dem Moment
auch nicht, weiter zu diskutieren.
Ich glaube gerade, wenn diejenigen
in Rage sind, dann hast du wenig Chancen.
In Rage sowieso nicht.
Dann pushen wir uns hoch.
In Rage. Deswegen ist es dann auch, dass ich dann...
Es ist dir wahrscheinlich manchmal aufgefallen,
dass ich dann relativ ruhig werde.
Wo ich dann denke, okay, du hörst jetzt lieber auf.
Ja, finde ich manchmal richtig scheiße,
weil ich eigentlich gerade voll dabei bin.
Ja.
Aber es ist die clevere Variante,
klar. Aber ich sitze da schon öfter
und sage, nee, es war gerade dabei,
dass ich jetzt hier so richtig aufhörte.
Und dann fahre.
Ja, kannst du dann gerne tun, aber da hast du kein
Konterpart.
Ja, was will ich denn ohne Konterpart?
Mit mir selber diskutieren kann ich alleine.
Hier zum Beispiel so Fragen, persönliche Unterschiede.
Pierre, bist du eher Kopf- oder Bauchmensch?
Ich glaube, ich bin schon sehr kopflastig.
Das ist lustig,
das würde ich von mir auch behaupten.
Ich glaube schon, dass ich
viele Sachen
durchdenke und manchmal auch
vielleicht einfach zu lange durchdenke.
Tja, manchmal
denkt man auch manchmal auch zu zerdenken.
Ja, wobei
ja, doch, auch.
Aber ich habe ja noch die Impulsivität,
die hilft mir ja dann wieder.
Also es kommt immer darauf an.
Aber ich bin schon eher ein Kopfmensch,
was aber eher damit zu tun hat,
dass ich mal ein Bauchmensch war und damit immer auf die Fresse
hier verhebt bin.
Ja, ja.
Das ist oft so.
Dann habe ich mir irgendwann gesagt,
nee, die Logik gefällt mir doch besser.
Vielleicht ist es auch bei mir ein
Schutzmechanismus, weiß ich nicht.
Ich glaube, das ist es auch oft.
Aber
also manchmal denke ich mir, wenn man vielleicht ein bisschen
mehr Bauchmensch wäre, vielleicht
macht man da die cooleren
Erfahrungen, weil man ja einfach sagt,
okay, komm drauf geschissen, ich habe da jetzt Bock drauf,
ohne groß über Konsequenzen
nachdenken zu müssen.
Da erlebt man vielleicht auch viel coolere
Dinge.
Aber auch mehr Scheiße.
Genau, aber was du halt auch sagst, man kann
einfach auch mehr auf die Schnauze
fliegen.
Ja.
Es ist wie mit allem, aber auch beim Zerdenken
kannst du 50-50.
Ja, denke schon.
Bist du denn sonst ein Mensch, der
eher Ruhe oder Menschen um dich herum
braucht? Ich glaube, da ticken wir nämlich tatsächlich
unterschiedlich.
Also ich kann beides sehr gut haben.
Ich war früher
eigentlich jemand, der sehr viel unterwegs
war, viel unter Menschen und gerne unter
Menschen gewesen ist.
Heute
kann ich aber auch sehr gut für mich sein.
Und ich bin es manchmal auch echt,
sehr gerne, wo ich dann einfach bei mir
sitze und denke, wie geil ist das gerade.
Aber
früher war ich da schon eher so derjenige,
der eigentlich keine Feier
ausgelassen hat, kein
Zusammenkommen, kein Weggehen.
Und heute kann ich schon mal sagen, ach, weißt du was,
nee, kein Bock.
Aber es gibt dann solche und solche Tage,
wo ich dann sage, heute hast du richtig mal
Bock, was zu tun.
Ja, aber so feiern oder so
war ja noch nie meint. Also ja,
wenn es du meinst,
ein Ding ist, ja, aber
ich mochte ja nicht an meinen eigenen
Geburtstag,
weil ich die falschen Leute eingeladen habe.
Nee, weil, nee,
ich bin, glaube ich, jemand, der
schon Ruhe hat, aber natürlich
braucht es einen engen Kreis an Menschen,
mit denen man immer mal was hat.
Weil wenn man so, glaube ich, komplett verinselt ist, dann
Nee, das ist blöd. Das stimmt.
Dann wird es schwierig. Das stimmt, aber der Kreis an Menschen
wird einfach kleiner.
Das ist, ich wollte das auch nie
wahrhaben.
Wenn ich dann immer so gehört habe,
nur noch im kleinen Kreis
oder sowas. Aber es ist tatsächlich
der Kreis an Menschen, mit denen man irgendwie
was macht, wird tatsächlich echt
kleiner im Alter.
Weil ich glaube aber auch, dass das was damit zu tun hat,
dass man ja auch
verschiedene Wege geht oft.
Und dann hat man ja auch oft dieses Phänomen,
was man ja feststellt,
die einen kriegen Kinder, die anderen haben keine.
Dann ist das schon mal so ein bisschen oft so kontrovers.
Das ist richtig.
Wobei
in meinem Bekanntenkreis tatsächlich
du der Einzige bist,
der keine Kinder hat.
Bin ja auch nur eins.
Ja.
Manchmal schon.
Ja, manchmal schon.
Du bist quasi
wie das Dino-Baby, nicht die Mama.
Ja, also ich glaube,
bei mir sind das so zwei Faktoren. Das eine
war, dass man mich früher zu Partys auch nicht unbedingt
eingeladen hat, weil ich war ja noch nicht so
der angesagte Typ.
War ja früher schon manchmal schwierig.
Nicht nachvollziehen.
Du bist doch ein Guter.
Und ja, bin ich auch.
Das hat nur keiner erkannt.
Du hast es keinem richtig gesagt.
Zumindest nicht so oft wie mit mir.
Aber
die Dinge sind halt so, dass ich
also
es ist heute noch oft so, dass ich oft gar
keinen Bock habe, irgendwo hinzugehen.
Und wenn ich mal da bin,
dann finde ich es vielleicht ganz gut, aber
das darf dann nicht so Mainstream sein.
Du darfst mich jetzt nicht in eine Disco steppen oder so.
Dann sitze ich da und sage, ich will nach Hause.
Sofort.
Das gibt es auch heute kaum noch. Das ist es ja.
Zum einen gibt es auch
gar nicht mehr so die Diskotheken,
die es früher so
zu unseren Zwanzigern gab.
Das stimmt. Und ich bin aber gespannt, ob wir
beide demnächst nochmal im ehemaligen
Jolly Joker sind.
Es kommen ja einige Acts dahin.
Das ehemalige Jolly Joker
wird jetzt eine Veranstaltung sein.
Das hat jetzt aufgemacht am Wochenende.
Ja, genau.
Schön und fröhlich
heißt es jetzt.
Bei der Jolly Joker im Rauhenschweig
war eins.
Ich glaube, in denen war ich zweimal.
Ich komme ja eigentlich aus Kaiserslautern.
Der Weg ist schwer.
Ich habe letztes Mal gesagt, ich komme aus Karlsruhe
zwischendurch. Das ist natürlich Quatsch.
Ich komme aus Kaiserslautern.
Als wüsste ich nicht, wo ich herkomme.
Die Wege waren halt immer schon ein bisschen weiter.
Ich fand das,
damals glaube ich, ganz cool.
Ich weiß aber nicht,
ob es da schon so versumpft war,
wie es dann irgendwann war.
Also ich kenne das gar nicht anders.
Ich fand diese Kombi gut
zwischen Kino und Disco
und was es da nicht so alles gab.
Ich glaube, ich kannte den Laden
überhaupt nicht anders.
Für mich gab es nie was anderes,
als dass es da total schäbig war.
Okay.
Ja, mag sein. Aber gut.
Ja, da bin ich gespannt.
Schön und fröhlich heißt es jetzt.
Genau. Da bin ich gespannt, ob da tatsächlich
nicht wieder Bands
vielleicht auch hinkommen, die wir gut finden.
Und man
so vielleicht mal anders wieder sieht.
Ich war ja nun Jahrzehnte nicht mehr dort.
Bin ja, ich muss verstehen.
Am 7. Mai kommt
Manfred Mans Earth Band.
Ah, nee, die muss ich nicht.
Die sind mir schon wieder zu
gemainstreamt.
Großstadtgeflüster. Ja, das könnte ich mir vorstellen.
Vierte, neunte.
Sisters of Mercy.
Also Großstadtgeflüster könnte ich mir gut vorstellen,
weil die so richtig schön assi sind.
Die holen so mit ihren Texten
das so richtig assihafte aus mir raus.
Was ich aber wieder geil finde.
Einfach, weil sie ja nicht wirklich
assi sind, sondern nur der Gossen-Sprache
annehmen.
Und ich finde gerade sowas wie
Fickt euch alle oder
ich boykottiere die Realität,
finde ich richtig geil, das Lied.
Liedfett?
Was kommt jetzt zweimal?
Liedfett ist auch ganz,
ganz geil. Gucke ich mir aber nicht gern live an.
Bei Liedfett
gucke ich, höre ich mir gerne auf CD.
Die sind leider,
also ich weiß nicht, ob es heute noch ist,
aber der Sänger, sagen wir mal,
ist den
berauschenden Mithin sehr zugetan.
Und das fand ich da manchmal
doch etwas drüber. Die Lieder und die Texte
finde ich geil, aber ich habe sie einmal
live gesehen und fand es dann doch
ein bisschen drüber.
Gentleman und Afrop und Ferris MC.
Dann sind wir wieder bei Musik. Also Gentleman wäre jetzt nicht so meins.
Nee, das ist Reggae,
ist auch nicht so, finde ich.
Dann ticken wir mal gleich, Sascha.
Nee, nee, tun wir nicht.
Bei Bob Marley und so finde ich geil.
Ja, aber auch Reggae.
Ich höre auch Reggae ganz gern. Ich habe Reggae übrigens
früher als DJ gerne gespielt zum Essen.
Ja, das ist, weil es smooth ist, ne?
Genau, weil du dann nicht diese
ludige Essensmucke hast,
sondern schon so ein bisschen
der Kopf geht schon mal
so ein bisschen mit.
Aber ich glaube, musikalisch,
bis auf die Dinge, auf die wir uns einigen konnten,
sind wir tatsächlich sonst auch sehr unterschiedlich.
Glaube ich auch schon immer gewesen.
Ja, wobei sich ja auch da
der Musikgeschmack im Laufe
des Lebens ja auch ändert. Also ich
behaupte,
dass ich einen sehr weit gefächerten Musikgeschmack habe.
Aber ich glaube,
ich war musikalisch
in meiner Jugend eher Punk.
Ja.
Und du warst, glaube ich, eher
90er Hip-Hop.
R'n'B, Rap, Hip-Hop,
genau, das war so meins.
Wobei wir auch
in unserer damaligen Freundesklicke
auch die Schröders teilweise gehört haben.
Und sowas.
Und einer aus unserer
Freundesklicke war halt auch Punk.
Der hat dann auch sowas wie NoFX gehört.
Ah, Vizo.
Vizo hat er auch gehört, genau.
Waren jetzt nicht unbedingt immer meine Lieder,
aber das lief bei ihm
schon öfters. Ja, das war so meine Mucke.
Wobei ich aber auch traurig war, muss man ja dazu sagen.
Und dann trifft halt
dieses anklagende, punkige
mehr. Gerade Vizo
hatte ja auch viele Lieder, wo du sagen kannst,
Depression
kickt da schon durch.
Das habe ich noch gehört. Ja klar,
Offspring, Green Day, das war ja schon wieder Mainstream.
Ja, ein bisschen 90er-Tecke, natürlich.
Aber jetzt nicht so, dass ich Ava war.
Ich habe die Mucke gut gefunden, aber ich war jetzt nicht
irgendwer, der gesagt hätte,
wir fahren jetzt auf ein Wave-Konzert oder so.
Oder Love Parade, da fährt man schon alleine hin.
Da gab es immer mal ein Lied,
was okay war, aber ansonsten
war Techno jetzt damals auch nicht unbedingt meins.
Also wir haben ja mal im Joker gesessen und da
hattest du ja dann die Techno-Disco
hinten dran, die kleine.
Und da haben wir uns dann eigentlich immer über die Ray-Vine
ihren Müllanzügen
und ihren Warnwesten und
ihren Buffalos eher lustig gemacht.
Hardcore-Vibes.
Das war zum Beispiel schon eins von den
cooleren Liedern. Ja.
Also es war schon mal so, dass wir uns dann
es gab coole Techno-Lieder, aber
ja.
Aber ansonsten tatsächlich
damals noch Grunge.
Ja, Grunge auf jeden Fall.
Die Entstehung von
Grunge und mit Nirvana
ist ja hinterher auch irgendwo
ein großer Künstler gegangen, bei dem man aber auch
sagen muss, der war natürlich fertig mit der Welt.
Kurt Cobain war fertig mit der Welt.
Drogen machen halt was
mit dir.
Ich weiß,
zumindest nach dem, was ich gehört habe,
das ist ein Plug-Konzert von ihm.
Was MTV, ein Plug, das war ja eins, was
hinterher am besten durchstartete.
War aber etwas, wo er schon
völlig neben sich stand und fast noch
auf die Bühne getragen werden musste.
Und er mochte das gar nicht,
was dabei rausgekommen ist. Und dann war es
noch hinterher, vielleicht war es auch so ein Erfolg,
weil ich glaube, kurz danach ist er verstorben.
Aber
das war schon
ziemlich gut, aber er ist natürlich,
das ist, auch der hat,
natürlich mit seiner Einstellung
eine Jugend geprägt, weil
gerade Grunge waren ja auch eher die Traurigen.
Genau, viel anklagend.
Ja, ich würde fast sagen,
Grunge waren die Gothics früher fast.
Später war das ein bisschen anders,
das ist jetzt ein bisschen gefährlich gesagt, aber
ja. Ja, aber das waren ja
damals so, wie gesagt, Nirvana
und weiß ich nicht, was es da noch alles gab.
Ja. Aber, ne, also
da war meins, in der Jugend war tatsächlich
hauptsächlich nur Hip-Hop
und R'n'B.
Ja.
Und mit der Zeit kam dann so der deutsche Hip-Hop
ja immer mehr, ne, das fing ja an mit den Hamburgern
und den Stuttgartern,
den Schoß der Kolchose.
Und als dann immer mehr die Berliner Posse
drumher kamen,
wo es dann eigentlich nur noch ums
Ficken und ums Schwanz
und Haste nicht gesehen ging,
da gab es auch
einige witzige Lieder, aber
ich war eher mal so
für Texte, die so mit Wortwitz
hantierten.
Da ist die
Gruppe Blumentopf genannt.
Für mich das Grandioseste,
was es überhaupt gab, eine Münchner Kombo.
Die sind tatsächlich
textlich gut, aber die holen mich leider
überhaupt nicht ab.
Doch, die waren super. Ich habe sie einmal live gesehen
in Münster
und, naja,
hinterher wurden sie auch mehr Mainstream,
weil sie ja im Rahmen von den ganzen
Fußballturnieren, Europameisterschaft,
die Spielberichte gemacht haben.
Also, ich weiß einen,
den habe ich tatsächlich gehört, weil
ich den Text nicht sehr gut fand.
Das war Kürs.
Kürs ist, ja, auch ein Virtuose.
Der war, den fand
ich so gut, auch mit dem Ausdruck
da drin, dass ich
das gern gehört habe. Und der
hat ja auch so das ein oder andere Lied gehabt,
wo du echt gedacht hast,
weiß nicht, ob es dem so richtig gut geht,
aber
den fand ich wirklich gut.
Also, bei Blumentopf kann ich dir eins empfehlen,
das ist Max Mustermann. Das ist
grandios. Das ist wirklich super.
Das Ding geht, glaube ich, fast
acht Minuten. Und die erzählen
eigentlich von so einem,
ja, wirklich von einem Durchschnittsmenschen
quasi eine Lebensgeschichte
von der Geburt an bis zum Tod.
Ja, wobei ich,
wenn wir gerade bei Musik bin, neulich wieder
festgestellt habe, es kommt ja immer darauf an, was du gerade
machst. Ich mache jetzt
dieses im Prinzip im Radio
eher Mainstream mit meinen Einflüssen
aber. Und seitdem
ich das wieder mache, stelle ich fest, dass ich
die Mucke, die ich ewig gehört habe, nicht mehr höre.
Das fiel mir neulich bei Spotify
auf. Ich höre dann auch privat nicht
mehr so die Mucke, die ich vorher gehört
habe, weil dieser Einfluss mir
dann irgendwie verloren geht. Ich höre dann doch eher
klar die Monsters. Ich höre natürlich auch
Falk. Ich höre den Totten und so. Das mag
ich ja immer. Das ist ja so meine
Schiede, die ich immer hören kann.
Aber
ich habe ja durchaus mehr punkige
Anklagenglieder auch gehört oder sowas.
Das habe ich festgestellt,
das tue ich im Moment kaum noch. Und ich
weiß nicht, ob ich es nicht wieder tun sollte für etwas,
für meine Stimmung besser.
Kann ich dir nicht sagen. Aber
es ist mir aufgefallen, dass sich da oft was
ändert. Und eigentlich,
ich bin ja ein bisschen komisch, das wissen wir schon.
Eigentlich mag ich es ja immer nicht, wenn ich irgendwas
habe, was so richtig Mainstream ist.
Weil ich glaube,
mein ADHS-Kopf sagt schon, ich will aber auch
anders sein. Weil es auf der einen Seite
sagt ein ADHSler, ich will normal sein. Und dann
sagt er immer wieder gleich, nee, ich will aber auch anders
sein als die anderen.
Das sind so die
Kontroversen im Kopf, die man so hat.
Ja, ansonsten
war ja öfter mal Musik, die
die Leute nicht kannten oder die extrem
war.
Was mich heute abholt,
je nachdem, wie ich drauf bin, ich glaube, wir hatten das schon mal,
das
mögen jetzt auch nicht alle, das ist
Elektroswing.
Also ich bin
tatsächlich Swing, ja.
Aber die alten Swing-Geschichten
a la Frank Sinatra und das Red Pack.
Bobby Darin,
ja, aber
Elektroswing kann ich jetzt
äh, ha.
Ich finde das wieder geil, weil das noch mal
einen ganz anderen Kick mit reingibt.
Das ist aber so ähnlich, ich habe immer mal
Extreme. Also manchmal habe ich Metal
gehört bis zum Gehtnichtmehr.
Das sind aber auch immer nur Phasen und dann
höre ich zwischendurch mal wieder
ähm, was habe ich denn
viel gehört, wie heißt denn das?
Äh,
wie heißt denn das?
Äh, Dubstep.
Dubstep, aber dann, äh,
Hard Dubstep. Also nicht irgendwas Weiches,
sondern dann, äh,
was ich richtig geil finde, wenn ich
die Phase habe, ist Metal Step.
Das ist
eine Mischung. Also ich bin ja so ein Typ,
ich mag ja dann Extreme, das ist ja leider so,
ne?
Oder Gott sei Dank, vielleicht, ich finde es ja ganz gut.
Äh, das sind so
Mucken, die holen mich so richtig ab,
wenn ich die richtige Stimmung dafür habe.
Da holt mich, ne,
da holt mich Oropax ab, aber mehr auch
nicht. Ah, ne doch. Also, ne,
Dubstep war, ne, ne, ne.
Aber nicht dieses Langtame, das
muss schon das Schnellere sein, ne? Dieses
Bass oder mehr Bass oder so, ne?
Das ist schon das, äh,
aber Metal Step fand ich eine geile Mischung.
Da werden mich wahrscheinlich beide für hassen, aber das
fand ich eine geile Mischung. Also ich bin aktuell
oder was heißt aktuell eigentlich schon jetzt länger
auf, auf, ne, wie du es immer nennst, Speedfolk.
Also sprich diese ganze
irische Pappmusik und dann
auch das Röntgen. Bin ich grad wieder ein bisschen rund.
Das Rockige, da dreh ich immer noch
durch. Ähm, ab und zu
kommt mal so ein bisschen Country dazu, wenn's
ein cooles Country-Lied gibt. Ja, Country find ich zwischendurch
auch immer wieder ganz geil, aber da sind nur bestimmte
Lieder. Ja.
Also sowas wie Achy Breaky Heart von
von, äh,
Billy Ray Cyrus geht immer.
Ach.
Ja gut, ähm, Johnny Cash
mit einigen Liedern natürlich. Johnny Cash auch, na klar.
Also das ist,
na aber. Und dann halt auch
immer mal wieder zwischendurch, äh, Liedermacher.
Von Simon und Jan
bis Monsters.
Ich hab, glaub ich, neulich mal mit Sarah
Hakenberg angefangen und, äh,
ich hör immer mal quer,
aber ich gebe zu, dass es
gerade, es ist musikalisch
in meinem Kopf recht ruhig in letzter Zeit.
Das muss sich mal wieder ändern. Reinhard May kommt
auch in letzter Zeit öfter mal bei mir vor.
Ja, der nicht so oft. Den spiel ich zwar
öfter im Radio, aber er kommt nicht so oft.
Ja, doch. Ähm.
Sehr lustige Texte. Und,
auch jetzt wieder Lennart Schilden.
Ja gut, Lennart ist ja, äh,
aber den kennt ja wieder kaum jemand.
Nein, das ist richtig. Aber den, auch nur,
weil wir ihn ja natürlich gesehen haben, zum einen natürlich,
äh, auf YouTube und
dann auch. Darauf hab ich auch nie wieder was von gehört,
seitdem sie mit ihm reden wollten, wenn sie die nächste
Sitzung haben. Ja. Nehmen wir an,
dass es, äh, schon eine gab. Aber lassen wir das.
Ähm,
ja, aber ich hör im Moment von ganz vielen nicht. Also,
falls Leute diesen Podcast bei Probe hören,
wenn ihr Interesse habt, wenn wir euch
anschreiben, ne, wär schon gut, wenn ihr eine Antwort gebt.
Wenn's nur ist, ja, wir wollen das schon
machen, aber wir können grad nicht
oder so. Das würde ja schon reichen.
Äh, irgendwann kommt
man sich vor, wie so ein Wegelager reicht. Ich hab
da nicht so, das ist, ich weiß, dass man das so
machen muss, aber da sind wir auch wieder so,
ich find das dann lästig, wenn ich das dauernd
hinterherlaufen muss.
Ja. Man ist auch so ein
Bittsteller, ne? Ja, bleibt aber nicht aus,
wenn wir hier mehr Gäste haben wollen. Das ist korrekt.
Meine Studiokatze kommt, ich bin
kurz abgelenkt.
Ähm.
Geh mal zur nächsten Frage.
Die nächste Frage, Sascha.
Die nächste Frage. Ja.
Gut, was möchtest du denn wissen?
Was die nächste Frage ist.
Ja, ich guck mal, was ich zu habe.
Übrigens, Bittlers, wir haben euch
nicht vergessen, ne, 90 Minuten
ist kein
Jubiläumskonzert wert.
Das ist schön, dass du's diesmal sagst. Ich hab's extra
runtergeschluckt. Gut, aber ich wusste,
dass du's sagen willst.
Nichtsdestotrotz, großartige
Band.
Großartige Künstler, nur leider.
Sehr schöne Musik, aber live war das nix,
als wir das gesehen haben. Schade, schade, schade.
Wobei, ähm.
Wir aber trotzdem ein tolles Wochenende in Bremen
hatten, davon abgesehen. Das ist richtig.
Ähm, ja, würdest
du, ähm.
Was weiß ich?
Die Fragen sind alle nicht so toll
manchmal.
Vieles davon haben wir auch schon hundertmal beantwortet.
Das müssen wir nicht noch zwanzigmal machen.
Ja, wo ergänzen
wir uns eigentlich gut? Fällt dir da was ein?
Ich glaube, dass wir uns
im Sinne von ergänzen,
dass ich dich tatsächlich
zurückhole, wenn du mal einen
abschweifst. Das wäre ein Punkt.
Aber das finde ich aber nicht immer
gut. Manchmal finde ich mein Abschweifen auch
ganz schön und es dann eher lästig, dass du wieder
sagst, können wir jetzt rück zum Thema kommen?
Ja, aber sonst würden wir ja nie fertig werden.
Macht ja nix. Ist ja ein Podcast.
Okay.
Wollen ja keine Musik spielen.
Hast richtig.
Ähm.
Ja, sowas wie, was kannst du von meiner Art
lernen? Das ist mir zu blöd.
Ich nicht.
Ich wüsste auch nicht was.
Doch, es gibt eine Menge, die du noch lernen könntest.
Ich auch, aber du bringst mir
nichts bei.
Du sagst mir auch immer nicht,
wie es geht, wenn ich was wissen will.
Gute Leute brauchen nix lernen.
Du behältst das ja immer alles für dich.
Du bist ja immer sehr verschlossen.
Ja, genau.
Du hörst nur nicht zu,
wenn man dir was erklärt.
Stimmt gar nicht.
Na doch.
Wäre es schlimm, wenn wir gleich ticken würden?
Ich glaub, dann wären wir nicht befreundet.
Ich weiß es nicht.
Kannst mir nicht mal vorstellen.
Also, wenn wir gleich ticken würden,
würden wir das hier nicht tun, würde ich sagen.
Weil wir ja dann relativ wenig hätten,
worüber wir diskutieren könnten.
Also, ich überleg grad mal,
wenn ich meinen Freundeskreis angucke.
Ich habe...
Ich habe Leute, mit denen mich zwar Dinge verbindet,
aber ich glaube, ich niemanden,
bei dem ich sagen würde, wir ticken gleich.
Das fände ich auch furchtbar langweilig.
Gleich ticken?
Was bedeutet denn auch gleich ticken?
Dass man auf dieselbe Musik steht?
Dass man dieselben Klamotten gut findet?
Dass man alles gleich gut findet?
Ist das gleich ticken?
Ich verstehe gar nicht, was das bedeutet.
Ich stelle die Frage jetzt mal hier zur Diskussion.
Ist okay, Richard David Precht.
Es ist schön,
dass du philosophisch wirst.
Ja, weiß ich nicht.
Ich kann dir das nicht sagen.
Ich wüsste jetzt auch nicht mit jemandem,
mit dem ich gleich ticke.
Ich weiß nur immer, dass es Leute gab,
die gesagt haben, der ist genauso lustig und cool wie du.
Den musst du unbedingt kennenlernen.
Und ich habe ihnen vorher schon gesagt,
das wird nichts, weil wir uns die Butter vom Brot nehmen.
Wenn ich mit jemandem bin,
der so ähnlich ist wie ich,
dann finde ich den eigentlich scheiße.
Das ist meist so.
Der steht ja,
der steht ja dann eigentlich in direkter Konkurrenz mit einem.
Außerdem hasse ich es, wenn Leute sagen,
die sind so wie ich.
Das stimmt nämlich nicht.
Nur ich bin wie ich.
So.
Ja.
Ich seh traurig.
Was?
Nichts, nichts.
Ich hab's akustisch nicht verstanden.
Ich seh traurig.
Ich seh traurig?
Ja, das ist, wie heißt denn dieser komische Charakter aus Star Wars?
Ist ja auch egal.
Star Wars.
Ich hab's nicht geguckt.
Ja, das siehst du, da unterscheiden wir uns auch.
Ja, das ist, das ist so ähnlich wie, pass auf.
Mir hat mal eine damals gute Freundin von mir,
wirklich gute Freundin, gesagt,
wie, du kennst nicht alle Saw-Teile?
Ich sag, nein, die kenn ich nicht.
Die interessieren mich eigentlich auch nicht.
Ja, dann machen wir jetzt Saw-Marathon.
Ich weiß nicht, wie viele Teile es von diesem dusseligen Horrorfilm gibt.
Ich glaub, fünf oder so.
War es nicht sogar sechs?
Sie fragt mich nicht, aber ich musste sie alle gucken.
Und das sind Dinge, die langweilen mich zu Tode,
weil ich mich ständig gefragt habe, was soll denn der Mist?
Es ist, äh, ja, du musst dir am Bein absägen oder bla bla bla.
Ja, und geh mir nicht auf den Sack.
Mach doch mal was anderes als das, was man von dir will.
Und nee, nee, nee.
Und ja, und, oder so Wrong Turn.
Wir laufen dir mit Kettensägen durch den Wald hinterher.
Das ist super, wenn ihr da hinterherlauft.
Und bram, bram, bram, bram, bram.
Dann weiß ich ja, wo ihr seid, ihr blöden Männer.
Also, ich kann, ich kann diesen, diesen, ich kann den meisten,
den meisten nicht ein, aber ich kann den meisten Horrorfilmen
nichts abgeben.
Weil sie für mich einfach unlogisch sind.
So, das ist so ähnlich wie, wie Frauen, die in High Heels weglaufen.
Alter Leute, zieh die Schuhe aus.
Also, wer in High Heels vor deinem Mörder wegläuft, ne,
es tut mir leid, du hast verdient zu sterben.
Das ist einfach so.
Manchmal ist das auch einfach natürliche Auslese.
Man muss das mal so sagen.
Definitiv.
Also, ja.
Wer von uns will denn immer eher Recht haben?
Definitiv du.
Bitte?
Bitte?
Das stimmt so nicht.
Ich weiß nicht, ja, ich hab halt Recht.
Das ist aber auch, weil ich so gut da bin.
Und auch da nicke ich wieder für die Zuhörer da draußen.
Ja, Einsicht ist der beste Weg zur Verbesserung.
Mhm.
Mhm.
Da bin ich ja nicht so.
Wer von uns beiden ist der Nachtragende?
Ich glaube, das bin ich.
Kann sein, das weiß ich nicht.
Man hat mir mal nachgesagt, das warst aber nie du.
Andere haben mir mal gesagt, dass ich auch durchaus sehr nachtragend sei.
Ich selber nehme das nicht so wahr.
Ich glaube aber, dass es tatsächlich so ist,
dass wenn jemand Fehler gemacht hat,
ich die ganz gern mal wieder auf den Tisch packe,
wenn sie mich in dem Moment aufgeregt haben.
Ja.
Das kann ich mir vorstellen.
Aber ich weiß nicht, ob ich das als, ja,
eigentlich bin ich, glaube ich, sonst jemand, der sagt, ja, pff.
Aber nachtragend ist ja auch,
also nicht nur Fehler wieder auf den Tisch zu packen,
sondern nachtragend ist ja halt, wenn du wirklich sagst,
du hast ja was gesagt und das finde ich kacke
und deswegen rede ich jetzt nicht mehr mit dir oder so nach dem Motto.
Also, ja.
Es ist ja auch eine Art von nachtragend.
Ja, aber gut ist, kann ja immer nur einer recht haben
und das ist ja immer der Gute.
Äh, na nee, also nachtragend, weiß ich nicht.
Also, habe ich jetzt bei dir noch nicht erlebt,
dass du nachtragend bist?
Ja, du reitest auf Fehlern rum.
Das tue ich tatsächlich.
Das nervt mich manchmal auch selber, dass ich das tue.
Du reitest auf Fehlern rum, das ist richtig,
aber das würde ich jetzt persönlich nicht,
du machst das ja, versuchst es ja eher in einer lustigen Art und Weise,
auch wenn es das nicht wirklich ist.
Ähm, aber nachtragend würde ich das nicht nennen.
Ich sage ja auch, das nervt mich ja tatsächlich manchmal in mir selber,
dass ich das tue.
Aber wenn ich irgendwie was habe,
was ich in dem Moment von jemandem richtig dumm fand,
dann ist es ja auch immer der Moment.
Wir sind wieder dabei, dass ich es nochmal erklären muss.
Es ist immer der Moment, in dem ich das wahrnehme
und dann war es immer in dem Moment nur dumm.
Das heißt nicht, dass jemand komplett dumm ist.
Ja, deswegen ist es ja auch dann bei dir kein, kein nachtragend.
Nee, was meinst du, was ich denn,
was ich manchmal für dumme fünf Minuten habe?
Meine Fresse, die gehen manchmal stundenlang.
Das meine ich nicht, das weiß ich.
Ja.
Also.
Die sind öfter am Tag auch, manchmal.
Ja, die sind, die sind doch schon mal öfter da.
Ja, das ist tatsächlich so.
Manchmal gehen sie tagelang.
Aber ich glaube doch, was das angeht, nachtragender bin, glaube ich, eher ich.
Also war ich jetzt bei dir auch noch nicht so wirklich,
aber ich glaube, ich bin da schon eher nachtragend.
Guck mal, ich erinnere mich noch zu der Frage,
was nervt dich an Menschen, die im Alltag völlig anders tinken als du?
Jetzt ist wieder die Frage, was?
Da muss man ja mal gucken.
Also wenn ich, wenn wir zum Beispiel politisch werden würden,
würde ich wieder sagen, mich nervt es oft,
dass das Leute nicht objektiv betrachten, sondern dem.
Aber Objektivität ist ja auch immer subjektiv.
Also jeder denkt ja von sich, dass nur er die Objektive,
das ist ja das Problem.
Ja, aber manches ist doch, also manches, manches, was man so hört,
ist doch mit ein bisschen Bildung und Grips klar widerlegbar.
Das ist korrekt, aber kommt immer darauf an,
von welcher Seite man die Bildung,
um Grips, um wie man die Sicht der Dinge hat.
Du kannst ja jede Sache mit Argumenten unterfüttern,
so wie du sie gerade brauchst.
Nee, wir müssen uns ja schonern.
Ja gut, die Realitäten sind ja auch immer wandelbar.
Jeder hat eine andere.
Aber ja, weiß ich nicht.
Also manches finde ich einfach nur dumm.
In der Regel ist es ja alles,
was, wenn wir beim politischen Bleistift als Beispiel bleiben,
dann ist es ja so, jede Zahl, die du bringen kannst,
die irgendwo wissenschaftlich erhoben wurde,
zu jeder Zahl gibt es eine gegenteilige wissenschaftliche Erhebung.
Weil es ja nicht die Wissenschaft gibt,
sondern es gibt ja, also es gibt nicht nur diese eine richtige Meinung,
sondern es gibt x Meinungen in der Wissenschaft.
Ja.
Und dementsprechend sind ja Fakten auch nur Schall und Rauch.
Ja, aber ja, also manche, finde ich,
die sind ja wirklich trotzdem, also ...
Definitiv.
Also, ja.
Also ich glaube, ich bin mir mit, also,
ja gut, ich bring das jetzt auf den Tisch,
mir ist das eigentlich ruhig ein.
Ich glaube, wer mich kennt, weiß,
ich bin überhaupt kein Fan der AfD.
Ob ich sie jetzt komplett verteufeln will,
lasse ich jetzt mal dahingestellt,
aber ich bin da kein Fan von.
Und wenn ich dann so manche Sachen höre von AfD-Anhängern,
dann sitze ich halt auch da und denke,
oh nee, also neulich hatte ich ja mal wieder so einen Fall,
wo jemand gesagt hat, den Holocaust.
es gab es nicht. Ja, oh Gott,
okay. Ja, also bitte.
Das sind dann auch Menschen, die haben auch jeglichen
Bezug dann zur Realität verloren, dass es den
Holocaust nicht gab. Tut mir alles
wirklich leid und man kann ja auch mit
seiner eigenen Geschichte zwiespätig sein.
Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass
ob es ihn jetzt gab,
also wir sind uns einig, dass es ihn gab
und das ist ein Teil unserer Geschichte, wie wir damit
umgehen, das kann wieder jeder für sich selbst entscheiden,
bitte, aber es ist nochmal
ein Teil der Geschichte. Was ich allerdings auch
sage ist, es wird manchmal
vergessen, dass wir nicht allein die Bösen sind.
Also wenn die Amis sich hinstellen und
sagen, die bösen Deutschen, ich meine, wir haben das sehr
fabrikmäßig getan, damit waren wir
ziemlich einzigartig.
Ja.
Effizientheit.
Wenn wir da aber auch
zukommen, dass
der Amerikaner sein eigenes Urvolk
abgeschlachtet hat. Da wollte ich gerade drauf hinaus,
das hat er vergessen. Und den Rest
des Urvolkes, die diesen
Kontinent ja bewohnt haben, in
Reservate gesperrt hat.
Ja.
Ist ja letztlich auch
einer Logik gefolgt,
was da passiert ist. Da habe ich ja bei meinem Problem immer,
wenn so ein Amerikaner sich da hinstellt
und groß töte, das ist mein Land
und ich bin Amerikaner, denke ich immer, nein,
es ist nicht dein Land.
War es noch nie. Ihr seid alle Einwanderer.
Genau, das ist es ja. Und das ist ja diese
Logik, die null
Sinn ergibt, weil wenn ich mir
sage, nur die Amerikaner haben die Rechte, dann
denke ich mir, aber es gibt ja eigentlich, gibt es keine echten
Amerikaner.
Nein, es sind alles Einwanderer.
Und die, die es gibt, die echten Amerikaner, die leben im Reservat
in der Regel. Richtig.
Aber ja, gut, das sind so Sachen.
Aber natürlich sind wir
es wieder welche gewesen, die es in
einem sehr
hohem Ausmaß in der Masse
getan haben. Und ich sehe schon
ein, dass man sich mit dieser Geschichte auseinandersetzen
muss, alleine dafür, dass es nicht wieder passiert.
Definitiv. Gibt es keine
zwei Meinungen. Nicht genauso. Da ticken
wir dann gleich. Da ticken wir dann gleich.
Aber also jemand,
der sagt, das gab es alles nicht und sich die Augen
verschließt. Nee, das tut mir leid. Du kannst damit vielleicht
eine andere Meinung haben, wie man mit der Geschichte umgeht.
Das können wir gerne diskutieren.
Aber nicht, dass es das nicht gab. Also dafür
gibt es zu viel Beweise.
Und
auch da habe ich mal eine Stimme gehabt
von einer älteren Dame, die lebt nicht mehr. Die hat
mal gesagt,
ja, aber wir haben von Anfang an gelernt, dass
Juden keine Menschen sind. Und wir haben
das dann so gesehen.
Das ist eine Erziehungssache.
Wo ich mir halt auch immer sage, wer weiß, wie wir
getickt hätten, wenn wir in der Zeit
groß geworden wären mit solchen Einflüssen.
Das ist halt immer so eine Ansichtssache. Es ist ja auch
von Land zu Land unterschiedlich, um einen größeren Sprung
zu machen, wer was isst. Wenn wir
jetzt hören, in anderen Ländern essen sie Hunde,
dann sind wir total entrüstet.
Aber dass das Schwein intelligenter ist,
das wollen wir nicht hören.
Oder wir gucken gerade
so schmerzhaft das ist auf einen sterbenden
Wal, gucken ihm dazu und versuchen
einen Wal zu retten.
Der Fischfang wird
dabei die Ursache gewesen sein mit
unter anderem, dass es ihm so schlecht geht und dass er
gefangen war in Geisternetzen.
Und die Leute essen dabei ihr Fischbrötchen,
während sie das bedauern, dass der Wal da
stirbt. Ja, dann habt ihr gerade was nicht verstanden.
Um es mal...
Weg mit dem Atom,
höre ich sie schreien und ich lade mein Smartphone.
Ja, genau.
Also, man muss sich der Sache
manchmal schon so ein bisschen stellen.
Ich finde auch
selber grausam,
ich glaube, wir wollten über den Wal eigentlich nie reden,
aber ist egal, wie der da vor sich
hinsieht.
Und dass
weder das eine noch das andere passiert.
Aber
ja, ich glaube,
ich persönlich glaube, den können wir
nicht mehr retten. Also selbst wenn wir das noch wollten,
wir haben zu lange gewartet. Außerdem,
wer sagt uns denn, dass er sich nicht gleich wieder
irgendwo festwühlt?
Das ist ja beim letzten Mal auch passiert.
Und ich glaube, alle ausgesprochenen, oh, jetzt sehe ich
mich aus dem Fenster, aber ich glaube, alle ausgesprochenen,
Experten, die da gerade rumgeistern,
haben von Wahlen nicht viel Ahnung.
Um was da so los ist.
Wo wir bei Wahlen sind, dasselbe
geht auch bei den Wahlen.
Ja.
Genau. Geht auch politisch.
Nein. Aber gut,
ich weiß, dass wir politisch auch unterschiedliche
Meinungen haben, aber das macht ja nichts.
Damit können wir ja gut leben.
Wobei ich dazu sagen muss,
es ist nicht die AfD, falls jemand auf den Nenner kommt.
Da haben wir nicht unterschiedliche...
Nein.
Ansonsten, ich glaube, man kann
sagen, und das ist noch mal
eine Theorie, die ich habe, die möchte ich hier noch runterbringen.
Einfach mal als Gedankenansatz.
Ist jetzt sehr weit abgeschwiffen,
abgeschweift, wollte ich ja lernen.
Aber machen wir jetzt trotzdem noch kurz.
Ich glaube, dass es in diesem Land keine
Veränderungen gibt, weil Veränderungen
den Kopf kostet.
Wenn du etwas probierst, machst du Fehler.
Und wenn du Fehler machst als Politiker,
wirst du abgesägt oder abgewählt.
Den Eindruck habe ich schon.
Kein Widerspruch.
Und ich glaube, wenn wir
auch als Wähler, da müssen wir uns ja doch selber
in die Nase fassen, keine Fehler mehr zulassen,
dann wird sich
nichts verändern, weil jeder,
der da oben sitzt, hat ein gewisses Geltungsbedürfnis
und möchte seinen Job behalten.
Ich glaube, es geht ja nicht nur
um die Wähler. Die Gesellschaft
lässt ja gerade von Leuten
im Rampenlicht ja...
keine Fehler mehr zu.
Und akzeptiert also
auch keine Fehler.
Jeder Kack wird sofort
irgendwo breitgetreten in sozialen Medien
oder sonst irgendwas.
Es ist einfach auch, finde ich, manchmal zu viel öffentlich.
Und manchmal denke ich
auch, dass dann die gewählten
Oberhäupter beispielsweise auch
sich ihrer Beantwortung gar nicht mehr bewusst sind.
Und da kommt auch dann keiner mal
von selbst auf die Idee,
vielleicht zu sagen, okay, ich nehme jetzt hier meinen Hut
und mache jemandem Platz, der es besser
könnte. Oder beziehungsweise
ich habe hier den Fehler gemacht, ich habe gelogen,
ich habe geschummelt bei meiner Doktorarbeit,
ich gehe.
Das macht ja heute keiner mehr.
Wobei die Doktorarbeit ja auch ein Ding war,
um Leute abzusegen eine Zeit lang.
Ja, okay. Aber letztlich
ist es ja, da hat sich jemand
seinen Doktortitel erschummelt. Und wenn das
bewiesen ist, okay.
Aber dann finde ich...
Das ist mir relativ egal, weil das ist eine
Sache, die er einmal in seinem Leben gemacht hat.
Mir persönlich auch. Aber die
möchten ja dann teilweise auch mit Doktor
angeredet werden.
Die bestehen ja dann auf diesem Titel, weil sie
ihn sich ja auch erworben haben.
Wie auch immer.
Diese ganze Doktorarbeitsgeschichte,
wir wissen nicht, ob Doktor Helmut Kohl
und Doktor Willy Brandt,
ob die ihre
Sachen wirklich
vernünftig verdient haben.
Es interessiert doch auch gar keinen.
Letztlich interessiert doch eigentlich nur, was derjenige
tut. Aber
heutzutage wird ja jeder,
scheiß sofort...
Wenn du einen Fehler machst, der dir nachgewiesen
werden kann, wirst du abgestraft.
Und nimmst dein Gut. Und jetzt sind wir bei Leuten...
Nee, das macht ja keiner mehr. Das ist es ja.
Ja, ja, aber gut. Nicht jeder, aber manch einer
schot. Aber die Dinge sind einfach so,
wo ich sage, wenn du was verändern willst,
das erlebe ich auch beruflich. Ich bin ja auch in der
IT. Da ist halt auch
für einen Veränderungsprozess nötig,
dass du manchmal Fehler machst, wenn du was Neues probierst.
Dann musst du wieder neu ansetzen und
nochmal was ausprobieren oder nochmal was umschreiben.
So lernt man.
So lernt man ja auch als Kind.
Aber in unserer Gesellschaft lassen wir das immer weniger
zu. Fehler sind etwas, das geht nicht mehr.
Ja.
Ich glaube, damit werden wir
bei nichts verändern, weil dann lassen alle es
so grob, wie es jetzt ist.
Um es mal... Oh, es wird jetzt sehr politisch.
Aber es ist mir übrigens auch scheißegal,
ob sie das
Bürgergeld jetzt Grundsicherung nennen und ob sie
es vorher Hartz IV genannt haben.
Sie haben mal immer dran rumgeschraubt. Gebracht hat
das nie was.
Weder für die einen noch für die anderen.
Es hat noch nie was gebracht.
Man benennt nur alles um. Man braucht neue
Dokumente. Man druckt alles neu.
Aber so richtig
tiefgreifend hat man hier noch nie was
verändert.
Ja,
seit der quasi Hartz-Reform
nicht.
Vorher gab es ja verschiedenste
Arten von
Arbeitslosengeld
beziehungsweise Arbeitslosenhilfe.
Zusätzlich die Sozialhilfe. Das hat man dann
ja, die Sozialhilfe und die
Arbeitslosenhilfe hat man ja dann zusammengefasst
zu Hartz IV.
Und jetzt dann später
zum Bürgergeld umbenannt und jetzt ja
zur Grundsicherung.
Und ja, da hat
sich nichts geändert. Und der tollste
Moment fand ich persönlich, als das Jobcenter
irgendwann vor etlichen
Jahren oder vor fast einer Zehnte
plötzlich ein neues Logo brauchte
und eine Firma beauftragt hat.
Die dasselbe Logo
übrigens genommen hat, nur mit anderen Farben.
Wo ich persönlich immer denke,
Alter, jedem, der
dahin geht, ist völlig egal, was das
für ein Logo ist, weil du dahin musst.
Das ist,
dafür Geld auszugeben, ist eine Frechheit.
Ja, ist Fakt.
Aber haben wir ganz oft.
Aber um nochmal auch um Fehler,
es gibt ja aber auch, wenn wir weiter in der
Politik bleiben, ja Fehler, die gemacht wurden,
die absehbar waren. Wir hatten ja
einen wunderbaren CSU
Verkehrsminister, der
in Deutschland unbedingt die Maut
einführen wollte.
Das gegen EU-Recht
getan hat, beziehungsweise
tun wollte. Vertrag abgeschlossen
hat mit Maut
Firmen
gegen den Rat seiner
Berater. Das alles hat
unterschreiben lassen und es dann vom
Europäischen Gerichtshof
um die Ohren gekneit hat, was uns dann Milliarden
kostete. Und der Typ ist
nicht mal entlassen worden, sondern der durfte
einfach weitermachen bis zum Ende seiner Amtszeit.
Ja, gut, aber wir machen ja gerade
auch schon wieder aus meiner Sicht Fehler.
Wir machen ja jetzt mit den Spritsteuern
immer etwas, dass ich ein bisschen
ich habe das gehört,
wir kürzen ja, wir gehen ja von der Spritsteuer
ein bisschen runter für drei Monate.
Wir setzen sie aus. Genau.
Ich glaube 17 Cent oder so,
frag mich nicht, ist auch egal.
Ich finde nur, dass das
genauso fehlerhaft ist, weil ich immer denke,
ich finde das Gießkannenprinzip
nicht gut.
Das ist ja immer die Gießkanne. Jetzt kriegen alle
Vergünstigungen, auch die, die sich das locker
leisten könnten. Ja, aber wie willst du es anders machen?
Das ist ja das Problem. Wie willst du es denn
anders machen? Ich glaube auch, dass
das für die Tankstellenpächter und so eine
richtig nervige Scheiße ist, weil die garantiert
ihre Kassen umprogrammieren müssen für
drei Monate und alles
neu einstellen müssen und wahrscheinlich werden die
Steuererklärungen auch noch nerviger. Also ich glaube,
das ist eine richtige Scheiße.
Ich weiß es
nicht, keine Ahnung. Ich finde halt,
wie willst du es machen? Du müsstest halt schon
gucken, dass es wirklich die erreicht, die es
erreichen müsste und nicht die,
die es sich sowieso leisten können.
Mal ganz böse gesagt. Ja, das ist korrekt,
aber dann können wir jetzt
noch drei Monate darüber
diskutieren, wie wir es am besten machen und
in dem Moment, wo wir dann das umsetzen können,
ist das ganze Ding durch und wir haben alle
und zwar auch die, die es sich nicht leisten
können, einen Arsch voll Sprit
bezahlt. Das kommt ja noch dazu. Und ich bin jetzt mal böse,
ich sage jetzt mal dazu, ich bin
schon jemand, der im Moment so wie er jetzt
fährt, sich das schon leisten könnte.
Ja. Um das mal klar zu machen.
Ja, also darum geht es ja, bei mir geht es
auch nicht darum. Also ich habe auch ein
Weg, den ich locker zu Fuß zur Arbeit
gehen kann oder mit dem Fahrrad fahren kann.
Jetzt ist es aber halt
in den ländlichen Gegenden so, dass
du nun mal auf das Auto angewiesen bist, weil
da vielleicht nur viermal am Tag ein Bus fährt
und nicht unbedingt zu den Zeiten, wo du schon
arbeiten musst. Ja. Und
die
Pendler sind nun mal da.
Pendler, ja, Pendler.
Die auch. Aber die
fahren selten Auto.
Ja, weiß ich nicht.
Ich glaube, da die Lösung zu finden ist
tatsächlich schwierig, aber
manchmal wünsche ich mir, dass man tatsächlich
mal was anderes macht. Und bitte, bevor jetzt jemand
kommt mit seinem blauen Herzen
oder so.
Ich weiß, viele von euch
denken, oder weiß nicht, ob meine Hörer
das denken, aber viele denken, die AfD
hat die Patentlösung.
Tut mir leid, das sehe ich komplett anders.
Die sind einfach immer nur dagegen.
Es mag sein,
dass die eine oder andere Lösung gut ist,
aber andere dafür finde ich so schlimm, dass
naja. Also grundsätzlich,
hören sich die ganzen Lösungen,
wie sie sie nennen, ja erstmal gut an.
Ich behaupte, dass sie aber davon
relativ wenig umsetzen werden.
Und umsetzen werden können.
Wenn du danach gehen willst, könntest du auch
zu den Linken gucken und sagen, ja, das klingt ja
alles ganz schön und sozial, aber es funktioniert genauso
wenig. Ja, also für mich ist
im Moment haben wir ja ganz oft dieses
Reichen-Bashing.
Wir brauchen keine Reichen
und die Reichen müssen weg und
das tun sie doch von alleine, das ist ja
unser Problem. Da gibt es eine ganze Menge,
was man tun kann, aber
es muss immer
irgendwer Schuld haben an der aktuellen
Misere. Die Reichen
sind nicht schuld, dass es
dem deutschen Staat finanziell
schlecht geht, zumindest nicht im Gänze
und nicht alleine daran.
Ganz viele
Investitionen, die nicht getätigt wurden in den
letzten Jahren, ganz viele Sachen, wo wir
Geld verschenkt haben, wo wir
beispielsweise Strafen
zahlen müssen, Konventionalstrafen, weil wir
Verträge geschlossen haben.
Da gibt es ganz viele andere Sachen, wo wir hätten
Geld einsparen können.
Ja gut, das ist gar keine
Frage und ich glaube auch bis heute
hauen wir dauernd Geld für Dinge raus, die sinnlos
sind.
Aber das ist...
Aber gut, eigentlich hatten wir uns mal
auf die Fahne geschrieben, überhaupt nicht politisch zu werden.
Ja genau, ich habe es auch gerade gedacht,
aber jetzt okay, lass es mal laufen.
Wir können das ja eigentlich
beenden, weil wir haben tatsächlich
keine Lösung für unser Problem.
Das Politische?
Ja, ich habe keine, ich habe nicht mal eine
Partei, die ich dir nennen kann, wo ich sagen würde,
sie lösen diese Probleme.
Nee, also du müsstest theoretisch eine Partei aus ganz
vielen Punkten aller Parteien
zimmern.
Mir wäre schon manchmal lieb, dass sie nicht nur an die nächste
Wahl denken, sondern sich mal wirklich alle an einen Tisch
setzen und mal zusammenarbeiten.
Ja, aber das Problem ist natürlich auch,
wer es kennt,
du hast,
du bist in einer Abteilung mit 20 Leuten
und planst eine Weihnachtsfeier.
Ja.
Und du kriegst 20 Leute in dieser
Weihnachtsfeier, die du nicht mehr haben kannst.
Weihnachtsfeier niemals unter deinen Hut, weil
die Terminfindung, was wird gegessen,
was wird getrunken, was wird gemacht
und du wirst in 20 Leuten
immer Leute dabei haben, die alles blöd finden.
Und jetzt weiten wir
das auf 80 Millionen, 85
Millionen Bundesbürger aus.
Ist ja keine Frage.
Darum soll es ja auch gar nicht gehen,
aber es ist halt irgendwo so,
ich glaube, wir brauchen wirklich
viele Reformen und wir müssten
vieles andere machen und
ich habe immer das Gefühl, wenn sie gesagt
haben, wir entbürokratisieren, haben sie
schlimmer gemacht.
Weil es nicht funktioniert.
Weil sie mit jedem Gesetz, was sie
abschaffen, drei neue schaffen.
Da habe ich ein Beispiel, ich habe mich amüsiert.
Nochmal so als Beispiel
für Ämter und so. Das ist jetzt
nichts, was ich selber erlebt habe, aber ich habe das
Bekanntenkreis meiner Mutter, ist das gerade,
die haben sich Solarpaneele
in den Garten gestellt auf
Einschlaghülsen
und Kanthölzer.
Die standen dann
zu nah am Zaun zum Nachbarn.
Okay, der hat sich beschwert, also haben
sie es drei Meter weiter reingesetzt
und da war halt eine Behörde
eingeschaltet und haben gesagt,
okay, dann haben wir das jetzt ja gemacht, jetzt sind wir durch.
Haben sie gedacht.
Jetzt hat die Behörde nach der Statik gefragt.
Auf Einschlaghülsen?
Auf Einschlaghülsen
und so.
Ist nicht wirklich hoch.
Auf 1,50 Meter wahrscheinlich.
Oder höchstens zwei.
Jetzt brauchen sie einen Architekt,
der die Statik macht.
Bei Einschlaghülsen?
Ja, ob das auch so richtig ist.
Wo ich denke, alter, wem fällt denn das auf den Kopf?
Das sind die doch selber, lass die doch machen.
Also ja, okay, steht zu nah an der Grenze,
der fehlt der Scheiße, ist eine Sache.
Kann ich mit umgehen.
Aber jetzt sowas wie, ja, da brauchen wir aber
ein Statik, das beschreibt Deutschland so wunderbar.
Ja, es gibt ganz viele Sachen,
die Deutschland beschreibt.
In Amerika kannst du dir einen Leuchtturm im Garten bauen,
wenn du Bock hast.
Und hier reden wir darüber,
dass ein statisches,
ein Gutachten hast für etwas,
was dir vielleicht selber auf den Kopf fallen kann.
Ja, nur Risiko fallen, selber schuld.
Ja.
Ich sage nur, Einweisung für einen Elefantenfuß.
Also ich weiß,
sowas finde ich immer krank.
Arbeitssicherheit.
Ja.
Das willst du machen.
Aber gut, du hast recht,
wir werden es nicht lösen.
Ich habe keine Lösung.
Und auch da ticken wir wieder gleich.
Ja, also ich habe mir in meinem Kopf ganz lange überlegt,
ob ich eine Lösung finde.
Und wenn ich keine finde,
dann bin ich auch niemand, der es besser kann.
Das ist das Problem.
Ich habe keine.
Ich kann nur sagen,
wir müssten alles komplett umbauen
und das wird nicht funktionieren.
Das scheitert spätestens da, wo wir sitzen.
An mir selber.
Ich hätte eine Lösung für viele finanzielle Geschichten,
in dem erstmal geguckt wird,
im Bundestag,
in den Landtagen selbst,
wo man da schon einsparen könnte,
weil gerade diese Damen und Herren,
und Herren und alles, was dazwischen ist,
mit Einsparung immer gerne woanders anfangen,
aber selten bei sich selbst.
Liegt ja in der Natur der Sache.
Ja, aber das ist das Traurige.
Und wenn man sich dann von gerade diesen Menschen anhören muss,
wo noch Einsparpotenzial ist,
und dass es ja nicht mehr geht,
wir können uns dies nicht leisten,
wir können uns das nicht leisten,
aber wir können uns einen Bundestag leisten,
der mehr Politiker hat,
als ursprünglich geplante Sitze.
Und wir können uns einen Bundestag leisten,
gerade in der letzten Legislaturperiode,
wo er mit knapp 740 Abgeordneten, glaube ich,
der größte Bundestag aller Zeiten war.
Ja, wo dann kaum jemand sitzt.
Wo dann, mal abgesehen davon,
aber dann auch noch extra hinten Bänke montiert wurden,
damit alle Abgeordneten Platz haben.
Jetzt haben sie ihn ja, glaube ich,
auf 680 zurückgeschraubt oder sowas.
Ja.
Aber da geht es mir nicht in den Kopf,
wenn wir ein Parlament haben, das hat 594 Sitze,
dann haben wir eigentlich nur Platz für 594 Abgeordnete.
Also fehlt mir so ein bisschen,
da habe ich vielleicht auch dann einfach zu wenig Ahnung
von unserem ganzen Wahlsystem.
Aber es kann nicht sein, dass wir ein System haben,
was mehr als 594 Sitze haben kann.
Also wenn ich nur 594 Plätze habe, habe ich nur das.
Und mehr geht dann nicht.
Dann kann ich nicht 740 da reinschätzen.
Da kann ich dir ein anderes Beispiel nennen,
das kommt ganz woanders her, aber das ist auch wieder typisch.
In Deutschland ist eigentlich schon lange
eine Strohhaltung vorgeschrieben für Schweine.
Und andere Tiere.
Faktisch ist das selten passiert,
weil 90% der Betriebe haben eine Ausnahmegenehmigung.
Ja.
Ja, 90% können nicht die Ausnahme sein.
Nee.
Aber das ist so ein typisches Ding, weiß ich nicht.
Es ist halt, es ist aber auch alles schwierig.
Es ist, ich halte es auch nach wie vor alles für schwierig.
Und ja, ich will auch gar nicht groß tönen,
weil ich will tatsächlich niemand sein,
der in der Politik ist.
Das ist mir ein Geschäft,
da würde ich glaube ich nur noch im Kreis drehen.
Weil das oft auch nur bedingt um Lösungen geht
und oft eher darum, um Befindlichkeiten einzelner Leute.
Ja, aber das ist halt auch, was du schon gesagt hast,
das ist in der Natur der Sache halt.
Jeder ist sich selbst der Nächste.
Und wenn alle an sich denken.
Ist halt nicht an alle gedacht.
Doch, in dem Fall, in dem hohen Haus, ja.
Ja, weiß ich nicht.
Ja, gut.
Ich behaupte, dass wirklich die wenigsten, die da sind,
eine wirkliche Agenda haben, damit es Deutschland gut geht.
Gut, aber ich sage, da sind wir uns ja einig,
wir haben keine Lösung für das Problem.
Und von daher können wir darüber viel diskutieren.
Aber wenn ich keine Lösung anbieten kann,
verhält das halt auch sinnlos.
Das stimmt.
Aber, ja, weiß ich nicht.
Es ist immer so ein Ding.
Wir lernen, ich habe heute alle Hörer, die die AfD mögen, vergrault.
Pff.
Ja.
Wobei ihr die mögen könntet.
Ihr könnt die auch wählen von mir aus.
Genau, das ist es ja.
Wir sind eine Demokratie.
Das ist es ja.
Also, es ist jetzt nicht so, ihr dürft nur nicht verlangen, dass ich die gut finde.
Genau, das ist es ja.
Also, wer sich jetzt vergrault fühlt, nur weil wir der Meinung sind, dass wir sie nicht wählen,
dann ist es leider so.
Ja.
Ja.
Ja.
Meinungen sind relativ.
Und bitte schickt mir keine Nachrichten mit.
Du hast das Parteiprogramm nicht gelesen.
Oder so was.
Hört auf.
Ja.
Nee.
Kaiserslautern übrigens, ne?
Wohnsascham.
Kaiserslautern, ja.
Wichtig in dem Fall.
Kaiserslautern.
Auf dem Betzenberg.
Ja.
Auf dem Butzeberg.
Gut.
Das wird übrigens aber auch die einzige Folge sein, in der wir politisch sind.
Sag niemals nie.
Doch.
Das werde ich zu verhindern wissen.
Okay.
Ja, weiß ich nicht.
Aber das werde ich zu verhindern wissen.
Es gibt schon, nein, es gibt so viele politische Folgen.
Ich weiß nicht, ob du das so sagen würdest.
Ich weiß nicht, ob du das so sagen würdest.
Es gibt schon, nein, es gibt so viele politische Podcasts und da möchte ich mich nicht einreihen.
Das ist nichts.
Ja, aber die laufen.
Von mir aus können die rennen, aber ist mir egal.
Gut.
Das ist etwas, worüber wir uns dann auch wieder einig sind.
Ich habe neulich jetzt wieder einen neuen Themensprung.
Wir sind eigentlich schon viel zu lang für unsere Folge, aber wir machen das jetzt noch
kurz mit.
Ich hatte ja vorhin von dem Wahl geredet.
Und da gab es ja den Robert Marke-Lehmann.
Du meinst aber nicht jetzt William Wahl.
Nein, nee.
Aber der ist übrigens auch bei Kusin.
Mit Miss Ellie übrigens auch.
Aber egal, da wollte ich nicht drauf hinaus.
Sondern ich wollte nochmal auf den Wahl.
Und da war ja nun mal der Robert Marke-Lehmann und der hat ja erst geholfen.
Und dann wurde er ja erst von den Medien gefeiert.
Was für ein toller Kerl das ist, der Meeresbiologe.
Und was er nicht alles will und dass er nicht helfen will.
Und dann kam ein Bürgermeister, ich habe vergessen, welcher es auch egal ist, der dann gesagt hat,
ja, aber der hat ja gar keine Leitungsbefugnis gehabt und der hat versucht, Leuten irgendetwas zu sagen.
Irgendetwas zu befähigen.
Und das darf er ja alles gar nicht.
Da ist er aber auf den Schlips getreten.
Ja, so ungefähr.
Da war das ja schon ganz viel gegessen.
Aber das Ding ist halt, den hat man hoch gefeiert in den Medien.
Also mussten jetzt viele dafür sorgen, dass er abstürzt.
Ja, ist so.
Und manche Medien, viele Medien, vor allen Dingen die Bild, sind da voll mit aufgesprungen.
Wo ich dann wieder denke, das ist ja, also pass auf, natürlich hat der vielleicht keine Leitungsbefugnis.
Der weiß, er hat auch nie gesagt, dass er genau weiß, was er tut.
Er war nur derjenige, der am nächsten dran war von allen.
Und der Kontakt hat dazu, ist auch egal.
Es klang für mich halt schlüssig, was er so erzählt hat, wenn jemand zugehört hat.
Ist ja auch eine andere Geschichte.
Aber erst haben die Medien ihn gefeiert und das möchte ich nochmal hochholen.
Und jetzt zerreißen sie ihn.
Und das finde ich so dreckig an Medien, so dreckig.
Und auch an Politikern, muss ich sagen, die nämlich jetzt selber in der Kritik standen und sich ganz schnell wen gesucht haben,
auf wen sie dann auch raufschlagen.
Jetzt sind alles die Bösen.
Weiß ich nicht.
Und ich glaube, um das mal abschließend zu sagen, man muss der Sache manchmal ins Auge sehen.
Also Robert Mark Lehmann hat immer gesagt, diese Wahl wirklich zu retten, die Chance sieht er bei 0,1 Prozent.
Und das war bei der ersten Standung.
Hm.
Dass das gut geht.
Es kann sein, dass wir eine hohe Empathie haben.
Das verstehe ich alles.
Das verstehe ich auch.
Ich finde das auch ganz furchtbar, da so einem Tier beim Sterben im Prinzip hilflos zuzugucken.
Das liegt aber daran, dass sich ja auch keiner traut zu sagen, okay, dann lösen wir ihn halt.
Weil das schwierig ist.
Keiner weiß, wie das geht.
Wenn du ihn erschießt, brauchst du wahrscheinlich mehrere Schüsse.
Und ob bis das alles so sitzt, das weiß man nicht.
Da hat man dann gesagt, das ist ja auch Tierquälerei.
Für die Euthanasie weiß man nicht, wie viele Medikamente man braucht.
Und dann ist er vielleicht so paralysiert, aber er kriegt noch mit, wie man ihn dann tötet.
So wo ich dann denke, naja, okay, so what.
Es ist grausam, genauso wie beim Erschießen, aber er liegt da jetzt seit Tagen.
Es gäbe eine sichere Lösung, ihn zu töten, aber die ist sehr martialisch.
Das würde tatsächlich bedeuten, man sprengt ihm den Kopf weg.
Dann ist er aber, glaube ich, für die Wissenschaft nicht mehr zu gebrauchen.
Also, ich könnte jetzt natürlich sagen, in der Natur würde der da auch einfach so liegen und sterben.
Deswegen, ich bin da sehr zwiegespalten.
Und ich bin da auch so lange zwiegespalten, wie wir alle auf einen Wal gucken.
Aber, und ich jetzt nicht mehr, aber das müssen wir uns trotzdem vor Augen halten,
aus der Massentierhaltung das Salami-Brötchen dabei essen.
Denen geht es nicht besser.
Zumindest aus der schlimmeren Haltung nicht.
Aber wir können ja, wir brauchen ja auch gar nicht in die Massentierhaltung.
Zum einen sterben jeden Tag irgendwo ein Wal.
Durch Walfang, durch Länder, die…
Durch Geisternetze, durch den Fischfang, durch…
Ja, ne, auch durch den gezielten Walfang von Ländern, wo die sagen, wir leben davon, das ist unsere Industrie und das können wir nicht aufhören.
Und da, ja, entrüsten wir uns kurz und machen dann trotzdem weiter.
Ja, und ich weiß nicht…
Ich finde es auch schade um den Wal, aber…
Er ist vielleicht einfach nicht zu retten.
Ja, das muss man vielleicht einfach mal…
Und selbst wenn, ne, also, ja, selbst wenn sie den da jetzt wieder freikriegen.
Ich meine, es ist ja lustig, dass ausgerechnet der Mediamarktgründer die finanzielle Mitte dafür steht.
Tatsächlich. Und das ja auch alles bezahlen will, der durfte ja bisher nicht.
Ist ja auch aller Loben wert.
Und dann muss man ihn ja guiden.
Das heißt, den muss man ja rausführen.
Das haben wir doch aber alle schon mal versucht und das ging doch auch alle schon mal schief.
Weil, und das muss man sich auch vor Augen führen,
wir da keine Erfahrung haben.
Wir sind kein Land, in dem jeden Tag Buckelwale stranden.
Denke nicht.
Schweinswale kennen wir in der Ostsee, aber Buckelwale nicht.
Und Schweinswale sind ein bisschen was anderes.
Ja, aber da hätte man ja auch vielleicht einfach mal aus den Nachbarn, skandinavischen Nachbarländern…
Ja, aber dazu neigen wir ja leider nicht.
Ja, das ist ja…
Das ist ja wie bei der Digitalisierung.
Aber die Norweger und Finnen sind da ja schon sehr bewandert, was das angeht.
Es ist ja, Entschuldigung, jetzt muss ich nochmal kurz…
Oh Gott, das wird heute lang. Aber egal.
Die Digitalisierung ist genauso. Wir neigen ja nicht dazu, von anderen Ländern zu lernen.
Man guckt, man fährt da zwar hin und guckt sich an, wie die das gemacht haben und die sagen dir,
pass auf, wir haben das vorher so und so probiert, nicht funktioniert. Du musst das so und so machen.
Und dann kommen die Leute nach Hause und sagen, nö, bei uns funktioniert das ja, wenn wir das anders machen als die.
Nämlich genau so. Und dann stellen sie fest, nee, funktioniert nicht.
Ach was. Funktioniert nicht? Erstaunlich. Also, ja, weiß ich nicht. Ja, schwierig.
Wir könnten mit dem Bildungssystem, wir könnten Digitalisierung, wir könnten Ausbau von Glasfasernetz. Brrrr. So viele.
Wir hätten von so vielen lernen können, aber irgendwie…
Nein, Deutschland braucht den Sonderweg.
Ja, ich glaube auch.
Gut, das ist einfach so.
Damit können wir auch ändern. Deutschland braucht den Sonderweg und Speer beendet seine sehr merkwürdige Folge für heute.
Echt? Das wird difficult to hear.
Ah, weiß ich nicht. Vielleicht wird es ja auch gerade mal interessant. Kann ich nicht sagen.
Wir gucken mal.
Ja, ich danke euch, wenn ihr es bis hierher geschafft habt, dass ihr uns zugehört habt.
Ja, vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Ich sag einfach bis zum nächsten Mal.
Ja, genau, bis zum nächsten Mal. Es war halt nur die Hälfte, wie ticken wir unterschiedlich und der Rest wurde was anderes. Aber es ist ja auch ganz nice.
Wieder in diesem Theater. Macht's gut.
Genau. Tschöööö.
Das war diese Folge von Speer. Diesmal mit vielen kleinen und größeren Unterschieden. Mit ehrlichen Gedanken und mit der Erkenntnis,
dass man nicht in allem gleich ticken muss, um trotzdem gut miteinander reden zu können.
Vielleicht habt ihr euch an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt. Vielleicht auch gedacht, wie kann man denn bitte so drauf sein?
Genau dafür sind solche Gespräche da. Danke, dass ihr wieder dabei wart und euch auf unsere Perspektiven, Abschweifungen und kleinen Reibungen eingelassen habt.
Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hört auch beim nächsten Mal wieder rein.
Bis bald bei Speer. Sascha und Pierre. Äußerst redselig.