Willkommen zurück bei Sperr, Sascha und Pierre. Äußerst redselig.
Das hier ist Teil 2 unserer ADHS-Folge und ganz ehrlich, es ist sinnvoll vorher Teil 1 gehört zu haben, weil wir heute direkt da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
In dieser Fortsetzung gehen wir tiefer rein.
Was macht ADHS im Alltag wirklich? Bei Kindern, bei Erwachsenen, im Job und im Kopf?
Kurzer Hinweis, wir sprechen auch offen über Depressionen und dunkle Gedanken.
Wenn dich das gerade triggert, hör bitte nicht allein oder pausiere jederzeit.
Und dann wird's sehr sperrtypisch.
Dopaminkicks, Impulskäufe, warum hab ich das denn jetzt gekauft?
Plus ein Ausflug in tiergestützte Therapie.
Also Kopfhörer auf und los geht's mit Teil 2.
Und bevor es heute richtig losgeht, habe ich nochmal die Vorstellung unserer Gästin Stefanie Feist in diese Folge hineingeladen.
Falls ihr Teil 1 noch nicht gehört habt und wissen wollt, mit wem wir reden.
Und danach geht's dann richtig los.
Ich heiße Stefanie Feist, hast du schon gesagt. Ich bin 41, ich wohne seit 2009 in Wolfenbüttel und komme eigentlich aus Fulda.
Bin verheiratet, hab zwei Kinder, hab hier meine Therapeutenpraxis, Schwerpunkt Psychotherapie und mache halt eben diverse Bereiche gerne.
Und da zählt eben auch die ADHS dazu, worum es ja heute gehen soll.
Deine Praxis hier, hast du überwiegend Kinder?
Ja, wer kommt zu dir?
Also das Krankheitsbild oder das, ne, es stellt sich ja oft auch erst später raus, aber hast du überwiegend eher so Kinder, Jugendliche oder doch Erwachsene?
Nimmt das Bild, was wir ja gesagt haben, eine spätere Erkennung von ADHS und Behandlung von ADHS bei Erwachsenen, nimmt das bei dir zu?
Also hast du, bekommst du mehr Patienten, die jetzt im Nachgang gesagt bekommen haben mit ab 30 oder 20 oder was auch immer?
Ja, Erwachsenenalter, dass die ADHS haben, nimmt das zu tatsächlich?
Welche Frage jetzt zuerst?
Wie du möchtest.
Also mein Klientel erstreckt sich tatsächlich, ist das ziemlich geteilt 50-50 von Kindern, die fangen vom Grundschulalter bis halt ins Erwachsenenalter, Grundschulalter und so bis 10. 11. Klasse vielleicht ungefähr von den Kids bis Jugendlichen und die andere Hälfte sind dann Erwachsene.
Ja.
Bis zum Rentner, ist doch eigentlich alles dabei.
Genau, das ist so, dass das Alter und die ADHS, ja ich empfinde es als Zunahme, aber ich glaube auch, dass die Gesellschaft damit viel offener mittlerweile umgeht und dass es viel bekannter wird und auch durch Social Media und Co. mehr Menschen dahin kommen, oh da erkenne ich mich irgendwo wieder.
Vielleicht geht das ja so ein bisschen in die Richtung.
Wir haben bei den Kindern dann eher die Schule.
Schickt mich oder wie auch immer.
Können sie da mal drüber gucken, zu mir kommen, aber eher Menschen, die keine Diagnose, keine offizielle Diagnose möchten.
Davon kann ich aber in so einem Fall wie ADHS nur abraten.
Ich denke schon, dass es mehr wird.
Das ist mein subjektiver Eindruck, der natürlich nur hier in diesem kleinen Kreis ist.
Ob es mehr geworden ist, glaube ich nicht.
Ich denke einfach, die Aufklärung ist eine andere.
Genau, entdecken sich mehr Leute.
Ich glaube, die dunkelziffer wird ein bisschen weniger.
Obwohl sie immer noch sehr hoch ist.
Ich habe auch im Bekanntenkreis Leute, bei denen ich ganz genau weiß, dass sie das haben.
Ohne Diagnostizier zu sein.
Die wollen damit aber nichts zu tun haben.
Also denen sage ich das auch nicht, weil wenn sie das schon von Anfang an ablehnen, lass es sein.
Du machst dir keine Freunde.
Das ist so.
Dann müssen sie damit halt selber klarkommen.
Es gibt aber auch welche, die sehen das nicht als Problem.
Also wenn du jetzt zum Beispiel einen Vorgesetzten hast, bei dem du das ganz klar siehst.
Und du könntest seine Probleme alle schildern und könntest ihm sagen, woran es liegt.
Keine gute Idee.
Machst dir keine Freunde mit.
Der gute Vorgesetzte hat zum Beispiel für sich gar kein Problem erkannt.
Obwohl alle seine Belegschaft eins haben könnte.
Aber er selber hat kein Problem erkannt.
Dann hat er erstmal keins.
Je nachdem, welches Diagnostikinstrument man verwendet, geht man, das habe ich mir extra nochmal aufgeschrieben,
von drei bis fünf Prozent Betroffenen von Erwachsenen aus.
Wenn man dann aber ein paar Jahre, 20 Jahre von mir aus zurückspult,
war da eher noch die gängige Meinung, das ist eine Kinderkrankheit, die sich verwächst.
Das heißt, diese Dunkelziffer, meiner Meinung nach, ist die schon hoch.
Ja, denke ich auch.
Und diese Mehrdiagnostiken, die jetzt kommen, sind ja einfach nur, in Anführungszeichen,
eine Aufdeckung von dem, was früher nicht entdeckt wurde oder nicht diagnostiziert wurde.
Ich habe zum Beispiel eine Phase gehabt, wo wir immer dabei waren, dass ich Menschen nicht mag.
Wenn ich Leute gleich von Anfang an mochte.
Hat die je aufgehört eigentlich?
Ja.
Leute, die ich von Anfang an mochte, aber meistens, und das war nicht nur Adi Hess,
meistens hatten die irgendeine psychische Krankheit hinterher.
Ich war ein Supersensor, das kann ich dir sagen.
Es gibt ja auch den Volksmund, gleich und gleich gesät sich gerne nach dem Motto.
Du fühlst dich ja angezogen.
Also auch als Depressiver habe ich gern mit Depressiven rumgehangen, weil die meine Problematik verstehen.
Ja, es ist ein Zugehörigkeitsgefühl ja auch, was dann da entsteht.
Ja, und das ist ja dann auch, wenn man sagt,
ach, Adi und Esler haben ja diese Überempathie, nenne ich es jetzt mal,
entsteht ja wahrscheinlich auch schnell Helfer-Syndrom draus.
Und man möchte ja das, was einem selbst falsch gemacht wurde,
vielleicht frühzeitig bei wem anders verhindern, dass der das alles gar nicht durchmacht.
Da habe ich noch den bekanntesten Satz im Kopf von meinem Therapeuten,
sie mich am Anfang, als der, der mich wahrscheinlich als Anfang hatte,
als ich mal wieder jemandem helfen wollte, der auch gesagt hat,
er bringt sich um den Kantig kaum.
Und er nur gesagt hat, und da fahren sie nicht hin,
weil der bringt sich höchstwahrscheinlich nicht um,
sie sich aber schon, wenn sie so weitermachen.
Das war mal ein ziemlich klarer Satz, der gesessen hat, mir aber auch gut geholfen hat.
Also das ist auch so mit dem Helfer-Syndrom, das ich hatte,
da hatte ich auch mal von meinem guten Freund Marcel, mit dem ich zusammengewohnt,
mal irgendwann, der hat mal einen Ausraster gekriegt,
weil ich immer gesagt habe, ja, dem muss ich aber helfen, das ist meine Schuld und wenn so.
Und er hat irgendwann mich angeguckt und gesagt,
was glaubst du eigentlich, wer du bist, dass du denkst, das ist alles deine Schuld,
bist du ein Gott oder sowas.
Ab dem Moment habe ich das erste Mal gedacht, wäh,
aber der hat so gesessen, der Spruch, dass ich darüber nachgedacht habe
und irgendwann schon mal gesagt habe, also so ganz falsch ist er auch nicht,
wenn ich alles auf mich beziehe.
Das waren schon so Dinge, die mir in Erinnerung geblieben sind.
Und vor allen Dingen, solange du dich um andere kümmerst,
kümmerst du dich um sie selbst nicht, das ist das Problem.
Ja, und wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht.
Das ist halt so.
Halbkurig.
Wir haben aber auch das gegenteilige Beispiel,
dass Kinder schon sehr deutlich auffällig sind
und es eigentlich relativ klar sehr offensichtlich ist,
aber Eltern das nicht annehmen möchten.
Das gibt es natürlich auch.
Und wir haben ja auch in unserer Zeit gerade,
du darfst sein, wie du willst und du bist richtig so, wie du bist.
Und das ist ja auch alles richtig.
Und dennoch, wenn so ein Krankheitsbild dahinter steht,
ist es kein Spaß für die Kids.
Das ist kein Spaß.
Das ist kein Spaß.
Das ist kein Spaß.
Und bei den Eltern ist es ja,
da wird dem Kind ja auch dann Stempel erstmal aufgedrückt.
Das ist ja, wenn du sagst, die Eltern wollen das dann nicht annehmen
und vielleicht auch nicht akzeptieren, dass es so sein könnte,
weil es halt dann diesen Stempel auf die Stirn quasi gibt.
Die suchen halt nach alternativen Wegen,
was ja nicht zwingend falsch sein muss.
Und da gibt es viele Sachen,
die mit Sicherheit auch unterstützend gut sind.
Und dennoch haben sie ja, wenn das nicht so klappt
und nicht so funktioniert, immer wieder diese Ausgrenzung.
Ausgrenzungen.
Und das sehe ich hier in meiner Arbeit ja auch.
Ich darf dann trotzdem nicht zum Geburtstag gehen.
Oder du bist jetzt nicht mehr meine Freundin,
weil du so viel störst.
Und da kann ich zu Hause ganz viel Selbstwerttraining
oder was auch immer mit den Kindern machen.
Das ist auch gut und das ist auch wichtig, finde ich.
Aber so eine Ausgrenzung oder so eine Ablehnung,
die die dann immer wieder erfahren,
das hat dann nichts mehr zu tun mit,
du darfst sein, wie du bist und so.
Also versteht ihr, wie ich das meine?
Ich finde es gerade schwierig, in Worte zu fassen,
dass es so dieses andere Extrem dann irgendwo.
Also ich will damit sagen, es ist ja keine Schande,
ein ADHS zu haben.
Es kommt ja immer darauf an, welche Ausprägung man hat,
welches Spektrum man hat,
ob es ein Problem wird tatsächlich oder nicht.
Bei mir würde ich sagen, war es eins.
Die Frage ist immer nur, was?
Und auch meine Mutter hat ja da gesessen und gesagt,
verstehe ich nicht.
Ich habe da gesessen und gesagt, verstehe ich nicht.
Und meine Mutter hat nicht verstanden,
wie ich das nicht verstehen kann.
Lacht da jetzt so drüber.
Aber in der Situation war das bestimmt alles andere als witzig.
Das war wirklich schwierig.
Und das war vor allen Dingen, man konnte sich nicht erklären.
Man hat gesagt, weiß ich nicht.
Ich weiß, wir hatten mal einen Riesenstreit.
Meine Mutter hat nachts mit mir gesessen
und die Biomappe gemacht, die ich natürlich vergessen habe
und total doof fand.
Da musste man irgendwelche Pflanzenblätter pressen
und irgendwie beschriften und abheften.
Und ich glaube, meine Mutter hat es noch mit einem Föhn,
mit einem Papier.
Die ganze Nacht hat sie da noch halb dran gearbeitet,
damit ich die abgeben kann und keine 6 kriege.
Und dann habe ich sie vor Hause vergessen und eine 6 kriege.
Und hast du die 6 bekommen?
Das war nicht angenehm, nach Hause zu kommen.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Also das war schon so,
das war, also auch diese Seite ist ja so.
Ich habe als Kind und Jugendlicher
viele Probleme mit meiner Mutter gehabt.
Wir haben uns nicht verstanden.
Heute funktioniert das super.
Aber damals nicht so richtig.
Und heute kann ich mich erklären.
Und heute kann ich dann auch sagen,
ja, also ich sehe auch die andere Seite.
Also ich glaube so, ich bin ja nur ein Einzelkind.
Das kommt noch dazu.
Wie sagt meine Mutter immer so schön?
Mein Vater wollte mindestens 10 Kinder,
die gar nicht.
Und als es mich gab, hatte sie das Gefühl,
mein Vater wollte gar kein Kind mehr.
Okay.
Würde er so glaube ich nicht sagen.
Aber ja,
das war nicht,
das war nicht unbedingt das Umfeld,
wo ich jetzt auch sagen würde,
wo du als ADHSler aufblühst.
Also meine Mutter ist selber mit wenig Lob aufgewachsen.
Und ich kann mich auch nicht an viel erinnern.
Und als ich das mal irgendwann sagte,
viele Jahre später,
ich glaube nicht,
dass du mich viel gelobt hättest.
Und dann sagtest du nur trocken,
so ist sie dann halt gewesen.
Da gab es auch nicht viel zu loben.
Jetzt sage ich dir als Kinderpfleger,
das war fatal.
Also aus dem, was ich noch weiß.
Ich wollte gerade sagen.
Ist ja noch länger her,
aber das war halt wirklich fatal.
Und ich hatte andere,
andere Orte mir gesucht,
wo ich mich wohlfühle.
Aber ich glaube,
zu Hause war schwierig.
Das kam erst,
nachdem ich mich erklären konnte.
Wobei es immer noch schwierig ist,
für viele zu verstehen.
Es ist ja der Gehirnstoffwechsel,
der ein Problem hat.
Ich benutze Worte wie du und andere.
Es ist nur eine andere Ausprägung.
Wenn ich sage,
ich habe keinen Bock,
dann ist das für mich kein Bock,
weil das Wort habe ich gelernt
mit der Wucht,
wie es bei mir kommt.
Ich kann das schlecht beurteilen,
weil,
weil angeblich ist es
bei neurotypischen Menschen
nämlich so,
dass kein Bock was anderes ist.
Also zumindest von der Ausprägung her,
das Überwinden des Schweinehunds.
Jetzt haben wir den Punkt,
den ich gerne sage.
So wenig,
wie ich weiß,
wie das bei euch funktioniert,
könnt ihr sehen,
wie es bei mir funktioniert.
Da ist, glaube ich,
die Akzeptanzschwierigkeit,
weil alles das,
was so auftritt,
sagen wir,
das haben wir auch mal.
Das haben wir auch mal.
Ja, mal.
Genau,
das ist ja das,
was wir vorhin hatten.
Es ist ja ein chronischer Zustand,
der die ganze Zeit,
die Zeit vorhanden ist.
Also ein Dauerbrenner letztendlich.
Also dieses typische,
was jeder gerne hört,
dieses reiß dich mal zusammen.
Das kannst du mir 20 Mal sagen,
das ändert überhaupt nichts
an der Situation.
Ich weiß,
ich weiß.
Ich war schon oft dabei.
Du kannst mir auch 50 Mal sagen,
bitte unterbrich nicht dauernd.
Heute tust du das ja nicht.
Das ist richtig.
Aber der Therapeut
ist letztendlich der Beifahrer.
Du als Klient,
Patient,
was auch immer,
bist der Fahrer.
Ja, klar.
Du musst,
also ich habe auch die Erfahrung gemacht.
Ich glaube auch,
das muss ich noch mal
so ein bisschen revidieren.
Ich glaube auch,
in der ersten Therapie
war ich noch nicht so richtig bereit dazu.
Ich weiß,
die größte Situation,
die wir hatten,
das weiß ich noch,
das war mal
in einem Gruppengespräch.
Da sollte ich dann endlich
mal selber reden
und ich hatte überhaupt
gar keine Lust dazu.
Und ich wurde dann im Prinzip gezwungen,
insofern man gezwungen werden kann.
Und dann habe ich
meine typische Haltung eingenommen,
wenn ich auf irgendwas keinen Bock habe.
Ich hatte die Hände in den Taschen.
Ich bin,
in so einem S
auf dem Stuhl gerutscht
und habe einfach so runtergeleiert,
was mich so beschäftigt hat.
Und danach hat der Psychiater,
der da Oberarzt war,
warum auch immer,
so einen halben Anfall gekriegt
und hat dann gemeint,
sehr kontraproduktiv für ADHS,
ich wäre nur,
ich bin ein verzogenes Einzelkind
ohne jeglichen Ehrgeiz.
Das weiß ich noch
und ich bin nur hier,
um das Gesundheitssystem auszunutzen.
Der kennt dich.
Nee.
Das ist eben nicht das Feierpunkt,
wo ich innerlich meine Therapie beendet habe.
Okay.
Also der konnte nicht mehr an mich rankommen.
Ich weiß nicht,
wir haben damals, glaube ich,
oft diese Version versucht,
des Brechens und Wiederaufbauens.
Brauchst du bei mir nicht probieren.
Wenn ich gebrochen bin,
hat sich das erlebt.
Das ist vorbei, genau.
Dann kannst du mich nicht wieder aufbauen.
Das funktioniert ja nicht mehr.
Das finde ich doof.
Und dann nicht nur kurz,
das finde ich richtig doof.
Und ja, das war so eine Situation,
die weiß ich noch.
Allein durch die Situation,
dass ich schon nicht reden wollte,
würde ich heute sagen,
ich war noch nicht so wirklich bereit.
Es gibt ja auch die Art von Klienten,
die kommen und die sagen,
ich habe ein Problem,
aber ich weiß nicht was.
Mir geht es halt einfach nicht gut
und ich weiß nicht warum.
Genau, es gibt ja auch diesen Punkt,
das muss man sagen,
viele wissen ja nicht mal,
dass sie eine Depression haben.
Mir war das durchaus bekannt.
Ich wusste, was mit mir los ist.
Ich wusste nur,
irgendwie kann man mir nicht,
was ich aus heutiger Sicht als Quatsch sehe.
Genau, gerne.
Ich wollte jetzt nicht dazwischen drehen,
entschuldige,
aber einige Symptome,
die in der ADHS vorkommen,
kommen ja in der Depression auch vor.
Wenn ich depressiv bin,
fällt es mir auch schwerer,
mich zu konzentrieren,
zum Beispiel solche Sachen.
Das sind ja wieder die Querschnitte.
Und auch das macht es dann wieder schwieriger.
Worum handelt es sich?
Genau, also das waren so Dinge.
Und ja, auch damals,
ja im Nachhinein,
war ich tatsächlich noch nicht bereit dazu.
Bei mir war es halt auch so,
dass ich so richtig ganz unten ankommen musste,
bevor ich wirklich bereit war, mir zu helfen.
Kann ich übrigens nicht empfehlen.
Lieber früh genug gehen
und nicht immer oft sagen,
ja, nee, so schlimm ist ja nicht.
Oder ich schaffe das auch alleine.
Man braucht ja eh mindestens meist sechs Monate,
bevor man was kriegt.
Also bis dahin wird es von alleine schlimmer,
wenn man Pech hat.
Deswegen,
ich habe auch die Erfahrung gemacht,
ich war auch früher,
eher Antimedikamente,
aber ich habe auch die Erfahrung gemacht
und gebe das auch gerne Leuten mit,
ob sie es annehmen müssen,
sie mal selber entscheiden,
dass wenn es merklich nicht besser wird,
man vielleicht über Antidepressiva nachdenken sollte.
Und ich kenne auch Leute,
die sagen,
nee, das wollen sie nicht.
Ich sage, aber das ist jetzt nicht so,
weil es auch viele vielleicht verstehen,
du nimmst das und bist nicht glücklich,
so funktioniert das nicht.
Sondern du nimmst das
und bist in der Lage,
wieder was zu verändern,
das, was vorher nicht geht,
wenn es richtig wirkt.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
Ja.
da sehr gepolt drauf, dass ich darauf achte,
wie gut geht es mir oder nicht.
Ich hatte dann viele Jahre auch
ohne Vendor-Vaccine
und habe dann irgendwann gemerkt,
ich fahre jetzt in so ein richtiges Loch.
Aber du hast es gemerkt.
Ich bin da sehr sensibel. Ich will nicht
wieder dahin, dass ich mir
jeden Morgen sagen muss, eigentlich will ich
nicht leben und wie könnte ich es möglichst beenden.
Also das ist nichts, wo ich
wieder hin will und darum bin ich da.
Ich reflektiere auch ziemlich oft, wie geht es mir
wirklich. Bin ich nur ein bisschen traurig?
Oder ist es schon mehr?
Also da will ich nicht wieder hin und deswegen
habe ich, ich glaube es ist die halbe
Dosis von früher und mir geht es wieder gut
damit.
Weil es endet sonst
ganz schnell darin, dass ich wieder nicht arbeiten
kann. Dann bin ich wieder arbeitslos. Dann verliere
ich eventuell auch in der Behörde mal meinen
Job und dann sitze ich wieder da,
wo ich herkomme und dann wird es noch schwieriger.
Also das ist so, ich will nicht
sagen, dass ich nie zurückkommen kann, aber ich
weiß, dass ich es relativ schnell merke
und dann ja auch gelernt habe,
nach mehreren Anläufen, aber
dann gelernt habe, man kann mir helfen
und vor allen Dingen, ich kann mir selber
helfen. Ich finde es so schade,
dass in unserer Zeit das heute immer noch
so ein peinliches
Tabuthema für viele ist.
Ja, also ich habe zum Beispiel
einen Kollegen, der mag mich sehr,
einfach weil er schon mal
gesagt hat, ja mir geht es nicht so gut, jetzt schon durchblicken,
das nähert eine Depression und ich kann dir sagen,
ich gehe dann immer hin und sage ihm dann schon,
ja du, das ist weil des und des und
dann lacht er wieder und ja, mir geht es
gut und ich sage, ich sehe, dass es dir nicht gut geht und
seitdem mag der mich richtig, also ich
bin nicht im Helfer-Syndrom oder so, sondern
ich gebe ihm nur Hinweise, dass ich
zum Beispiel sage, und dann sagt er mir, ja du kannst durch
meine Seele gucken und ich sage, nein,
ich war da, wo du warst, ich weiß,
wie man maskiert, ich weiß, wie man
sich verhält und
zumindest für mich ist es nicht nötig, dass
du das tust, weil
das hilft halt nicht.
Aber sonst ist er ja auch
in Behandlung und muss selber gucken, was er
draus macht. Also helfen kann ich ihm
nur,
insofern, dass ich sage, ich weiß, was
mit dir los ist und ich weiß, wie du dich fühlst.
Mehr aber nicht. Und das hilft
aber auch schon ungemein. Ich habe mal eine
Weile eine Art
Selbsthilfegruppe, nenne ich es mal,
einmal im Monat hier angeboten, wo
vier, fünf Frauen
regelmäßig gekommen sind und alleine, die
hatten alle das Thema, dass das Kind
eine schwere Krankheit hatte. Die Kinder
waren alle so,
zwischen eins und drei und die hatten alle
eine sehr herausfordernde Krankheit.
Aber nur, alleine nur, dieses,
wir sitzen hier mal zwei Stunden zusammen
und du erzählst mal, wie doof es bei dir
gerade ist und ich erzähle, bei mir ist es genauso doof.
Hat so viel...
Ja, das ist ja auch, dass
quasi die
Basis, habe ich mal
gehört, gelesen und alles,
von den anonymen Alkoholikern und diese ganzen
anonymen Suchtgruppen, da ist ja
auch einfach, also die tun ja letztlich
auch nichts anderes als über ihre
Erlebnisse, ihre tagtäglichen,
das, was sie zuletzt erlebt haben,
wie sie sich dabei gefühlt haben und
allein das loszuwerden, denke ich, ist ja
einfach, wir hatten vorhin diese
100 Millionen Tonnen Steine
und wenn ich jeden Tag,
wenn ich halt nun mal
beispielsweise Alkohol nehme,
da bin ich jeden Tag mit konfrontiert.
Ich laufe durch jeden Laden und überall
steht Alkohol rum, den ich sofort erwerben
könnte und
ja. Ja und da hast du noch ein ganz anderes
Problem und zwar dieses,
komm, einen kannst du doch, trink doch einen
mit, also dir wird in unserer Gesellschaft
Alkohol quasi aufgezwungen.
Ja und so verharmlost auch.
Ja, also ich muss da immer, ich bin
so ein, also meine Mutter ist sehr froh,
dass ich den Hang zu Alkohol nie hatte,
weil wir sind bei ADHS auch ganz schnell bei
Süchten. 20 Prozent
der Süchtigen sind, glaube ich, ADHS-Betroffene
in dem Dreh.
Aber auch ohne zu wissen, dass sie ADHS
haben, in der Regel.
Wahrscheinlich gibt es dann, und wenn
dann. Viele, viele machen es
unbewusst als Selbstmedikation.
Genau, das Wort Selbstmedikation
hatte ich gerade, hatte ich auch gerade im,
im Sinn. Also das ist zum Beispiel,
wenn sie Speed nehmen,
wenn sie koksen, wenn sie viel Alkohol
trinken, wenn sie viel,
das bringt sie ja oft auch runter.
Und
viele machen das dann unterbewusst
als Selbstmedikation.
Und ich habe das alles ausgelassen. Ich habe also
nicht mal Marihuana geraucht, deswegen fand ich es
total witzig, dass meine Lösungen hinterher BDM
waren, aber das war
ein bisschen merkwürdig.
Aber ich hatte
auch den Drang zu Alkohol,
zu Alkohol.
Da bin ich heute auch ein bisschen glücklich drüber,
weil ich glaube, da wäre ich so richtig versumpft.
Es gibt eine Klinik in Deutschland,
aber ich weiß, ich weiß jetzt,
ich weiß nicht genau, wie sie heißt, aber das kann ich euch gerne
noch raussuchen, wenn euch das interessiert.
Die sind spezialisiert auf Süchte
und die haben
irgendwann festgestellt, dass doch einige
ihrer Suchtpatienten eine ADHS
haben und so sind die dann da in diese
Schiene gekommen und haben sich da viel mit
beschäftigt und ich meine, es sind
um die 20 Prozent, was die damals
angegeben haben. Also so ein bisschen ist es,
Pierre, wir haben ja ein Dopamin-Problem
und wir machen
halt alles gerne, was den Kick bringt.
Da sind wir auch bei meinen Impulskäufen.
Also ich will das jetzt haben, ich brauche das,
das bringt mir jetzt einen Kick, das gibt mir einen Dopaminschub.
Da habe ich Freude bei.
Timo nur bedingt, die brauchen
zu lange bis liefern.
Aber
bei Timo sollte ja der Dopaminkick
dann seine Rabatte, Rabatte, Rabatte,
hier kriegst du was, da kriegst du was.
Der Kack hat auch lange funktioniert, würde ich sagen.
Ja, im Endeffekt,
ist es ja dann wirklich so ein
Catchen von ADHS-Lern
oder was auch immer. Deswegen habe ich dir ja privat
schon mal gesagt, ich muss mit der Kacke aufhören, weil
die kommen, ich fange dann an,
irgendwelche Geschenke haben zu wollen,
die ich gar nicht bräuchte, die ich mir für den Preis
hätte übrigens schon lange kaufen können, die ich dann erreichen
muss. Das habe ich dann gelassen.
Also ich muss aber auch
sagen,
auch da ist es so, ich habe Probleme mit dem
Sparen, dabei bleibe ich. Aber ich war
mal tatsächlich auch verschuldet, weil
ich alles aus dem Blick verloren habe.
Seitdem ich da raus bin, achte ich sehr darauf, dass es
zumindest dahin nicht mehr geht.
Aber
man sieht es so ein bisschen hier,
wenn ich was haben will, würde ich das haben.
Und wenn dann auch so ein bisschen was schief geht,
dieses
Gerät, wo wir mit aufnehmen zum Beispiel,
das ist eine schöne Geschichte, das habe ich
das erste Mal viel zu günstig
bei Kleinanzeigen gesehen.
Und selbst als ITler,
selbst als ITler,
bin ich auf alles reingefallen,
wo man nur drauf reinfallen kann.
Es war viel zu günstig.
Sie wollten das Geld im Voraus auf einem
Weg, den man nicht zurückholen kann.
Und ich war... Er wurde abgezogen.
Ich wurde abgezogen. Was? Lange Rede
gar keinen Sinn. Er wurde abgezogen.
Ich war so begeistert davon, dass ich da jetzt was
gefunden habe und dass ich abgezogen wurde.
Und es hat mich... Ich wurde erst abgezogen
um diesen Preis und dann
hat es mich ja immer noch nicht in Ruhe gelassen,
weil ich wollte das ja haben und habe es mir dann
noch neu gekauft.
Okay.
Ja, wobei ich ja
sagen muss, ich habe dir,
mehrere Anzeigen geschickt, wo es günstig
war, allerdings nicht das neueste Modell.
Das wollte ich nicht.
Ich unterstütze... Ich habe ihn auch noch
unterstützt in seiner Soch. Verdammt.
Eigentlich hast du gesagt, lass es, aber ich habe nicht auf dich gehört.
Ja, das sind dann
so Sachen, wo er dann nachts schreibt, guck mal, was ich
gekauft habe.
Schreib es doch gerne, nachdem es
gekauft ist, weil mir keiner mehr sagen kann,
mach es nicht.
So ehrlich will ich sein.
Das ist ja auch ein bisschen mit den Süchten oder mit dem...
Haupt mit der Kaufsucht ist ja auch eine Kompensation.
Ja.
Aber
es ist in der Regel
ist es bei mir meist technisch
oder irgendein wirklich dummer
Führlefant, den kein Mensch braucht.
Aber ja.
Geht.
Also es ist...
Bei der Argumentation übrigens Folgen fällt mir gerade ein,
dann haben ja die meisten Frauen
ADHS, die sich permanent Schuhe kaufen,
oder?
Schwierig, Pia.
Ich nicht.
Schwierig.
Ganz dünnes Eis, Freunde. Ganz dünnes Eis.
Also für alle, die, äh,
wo die Frauen nur am Schuhe kaufen, ist die...
Ich kann da nix für.
Schneid ich raus.
Schwierig.
Ich wollte eigentlich auch nur nochmal wieder was sagen.
Ist okay, kann ich nachvollziehen.
Das kenn ich.
Dünnes Eis.
Wobei, wenn du unbeliebt bist bei Frauen,
ist mir das ja eigentlich egal.
Ich kann damit ja leben.
Schwierig.
Ich kann damit leben.
Eine Frage habe ich ja noch.
Ich habe zuletzt gelernt, auch aus eigenen Erfahrungen,
bei Kindern ist es möglich,
dass sich ADHS ja verwechst,
theoretisch,
beziehungsweise wenn es behandelt wird,
unterstützt wird, dass
hinterher quasi die,
nennen wir mal,
Symptome,
Konzentrationsschwierigkeiten,
Hebeligkeit,
dass man es theoretisch bis zum 12.
Lebensjahr,
ich sage jetzt einfach mal salopp,
wegbekommen könnte,
mit Unterstützung.
Ist mir neu tatsächlich,
habe ich so noch nie gehört.
Dass es hinterher wahrscheinlich so
nicht wirklich viel von überbleibt,
zumindest.
Ich weiß das auch nicht so richtig.
Habe ich zuletzt erst gelernt.
Ja, das mag sein.
Ich kann das weder bestätigen, noch bestreiten,
gerade, aber
eigentlich ist es was, dass du die ganze Zeit hast.
Vielleicht schaffst du es damit,
gut umzugehen, dass es dann kein Problem,
mehr ist.
Und die Symptomatik verändert sich ja auch
ein Stück weit.
Gehst du das mit?
Ja.
Ja, super.
Sie verändert sich ja ein Stück weit.
Ich kann die Frage, tatsächlich kann ich
das nicht beantworten.
Also ich habe das tatsächlich auch noch
nie gehört.
Also dann ist ja die Theorie wahrscheinlich, wenn das
früh genug behandelt wird, entsprechend
auch medikamentös begleitet wird,
dass sich dann im
Hirnstoffwechsel,
theoretisch auch, dauerhaft was verändert.
Das müsste ja die Grundlage sein.
Ich weiß es nicht, kann ich mir aber nicht vorstellen.
Also ich kenne es auch nicht.
Weil das ja eigentlich wieder dieser eher alten
Theorie entgegenkommt,
dass sich ADHS verwächst.
Mit Unterstützung, nicht von,
also wenn es nicht unterstützt ist, dann
bleiben die
Entwicklungsstörungen, wie auch immer man das nennen möchte,
bleiben sie ja, wie sie sind.
Aber wenn du es unterstützt,
beispielsweise.
Vielleicht kannst du kompensieren, vielleicht ist das gemeint.
Aber das eigentliche,
also ja, weiß ich nicht, glaube ich nicht.
Aber das ist so,
das heißt nicht, dass es immer so schlecht weitergehen
muss, sondern
ich glaube schon, desto früher du
die Diagnose kriegst,
desto besser kannst du damit umgehen.
Und das viele tun
und ich ja nicht so, was viele
tun auch in meinem Bekanntenkreis immer noch,
ja, wie wäre es wohl gelaufen, wenn ich die und die
Entscheidung getroffen hätte oder wenn ich das in der Schule
schon gewusst hätte.
Und was hätte ich alles werden können?
Dann verliere ich.
Das ist aber bei den
Jungen und Kindern ja gerade noch
alles das, was noch kommen könnte.
Und dann hast du ja auch
einen Blick darauf als Elternteil
und siehst das vielleicht anders.
Also meine Mutter hat mal gesagt, sie hatte mal
die Idee, mich in ein Internat zu schicken und
hinterher ist da nie dazu gekommen,
aber hinterher hat sie festgestellt, das hätte
vielleicht viel bewirken
können. Ich denke schon,
aber
haben wir nicht, hätte Fahrradkette.
Es sind ja auch so einige Sachen, die
dann, wenn es früh diagnostiziert wird,
gar nicht stattfinden, wenn wir von
diesen schlechten Botschaften
mal sprechen, die es immer gibt, was
du ja auch gesagt hattest, was du bekommen
hast. Sachen, die
dann überhaupt nicht passieren, die dann
gar nicht mehr in dieses ganze System
mit reinfließen, die es also
von der Warte her schon
einfacher machen.
Wir hatten bei uns
in der Schule meiner Kinder mal,
das fand ich ganz beeindruckend, da ging es darum,
dass da auch ein Kind
eben eine ADHS-Diagnostik
hat oder eine diagnostizierte
ADHS hat so rum und irgendwas
war und man musste vor die Tür gehen
und es ging dann gar nicht darum, dass das
jetzt ruhiger ist und dass sie sich da
besser konzentrieren kann, sondern die
Lehrerin ist mit dem Mädchen vor die Tür gegangen
und hat mit ihr gesprochen, wie toll sie ist.
Und das fand ich so beeindruckend.
Das fand ich richtig, richtig cool.
Und sowas gibt es halt auch.
Und sowas geht genauso.
Und dann kriegen die Kids ja schon einen ganz
anderen Rahmen mit.
Mit dem sie sich weiterentwickeln,
mit dem sie größer werden und da schieße ich mich
eher dir an, dass sie ganz anders
dann damit umgehen können.
Wenn du hier sitzt und sprichst, habe ich den
Eindruck, du bist sehr klar in dem,
wer du bist und was du bist und wie du
funktionierst und wie du tickst und was du magst.
Hat aber auch mega gedauert und hat
wehgetan. Das glaube ich.
Das glaube ich dir aufs Wort.
Weil ich musste zum Beispiel bei mir rausfinden, ich bin
gar nicht die Person, von der ich immer dachte,
dass ich sie wäre. Und das muss das Kind nicht.
Das muss das Kind nicht.
Du kriegst es ja früh genug dann mit.
Und ich gehe dann davon aus,
dass wenn die dann eben früh genug
entsprechend begleitet werden, dass sie
einen ganz anderen Umgang damit lernen.
Aber das wäre jetzt
so mein, von meiner
Logik her, würde ich mir das so herleiten.
Wir entwickeln uns ja auch weiter.
Man hat ja in der ADHS-Forschung
auch viel mehr rausgefunden und es geht
ja auch immer weiter.
Man entwickelt sich ja auch.
Es war bei mir
damals noch nicht wirklich ein Thema.
Ist so wie mit meinem Beruf gewesen.
Den gab es auch nicht. Als ich damit aufgehört habe,
kam der gerade neu. Wusste ich nicht,
dass man ITler werden kann, ohne zu studieren.
Und dann, blöd.
Ich kenne viele, die dann auch
da sitzen und sagen, ja, was wäre denn gewesen?
Oder auch mal ein Beispiel,
so Eltern, die sagen, jetzt habe ich meinem Kind
ADHS gegeben, jetzt hat das denselben
Leidensweg wie ich. Nein.
Nicht, wenn man darauf achtet.
Nein.
Weil man dann damit umgehen kann. Du kannst dann,
viele Probleme gibt es gar nicht.
Oder
das Umfeld ist sensibilisiert.
Wenn du gute Lehre hast,
vielleicht auch die.
Ich habe zum Beispiel sehr spät gelernt,
das ist für ein einziges Kind übrigens blöd, was für ein
Lerntyp ich bin. Ich bin jemand, der sich
über die Sachen unterhalten muss,
damit ich sie selber verstehe.
Mit anderen.
Und die dann leider auch den Rückkanal brauche.
Ist schwierig bei Special Interessen.
Aber
damit lerne ich am besten.
Seitdem ich das weiß,
geht es besser.
Aber das sind so.
Und es gibt heutzutage so viele tolle
Sachen, die man machen kann.
Sei es der Ergotherapeut,
sei es Lerntherapien,
etc.
Es gibt so viele coole Sachen.
Jetzt weiß ich ja, dass
du in der Planung für auch ein
neues Therapiefeld bist.
Wir hatten uns darüber unterhalten.
Und erzähl doch mal,
was du planst,
was du vorhast.
Ich expandiere tatsächlich.
Ich würde gerne expandieren.
Ich habe ja hier meine Räumlichkeiten.
Ich bin hier auch total gerne.
Aber ich würde gerne mein Arbeitsspektrum ein bisschen erweitern
und ein ergänzendes
Tool mit hinzuführen.
Und das ist die tiergestützte Therapie.
Da machst du ja quasi, verbindest du auch so ein bisschen
dein Hobby natürlich.
Mit deinem Beruf.
Genau.
Mein Hobby sind meine Tiere.
Das klingt blöd.
Meine Hobbys sind Tiere.
Und Musik. Ich lebe für Musik.
Ich spiele ganz viele Instrumente tatsächlich.
Und die Tiere, das sind so
meine Sachen. Deswegen habe ich hier auch
einiges, was mit den Kids und Jugendlichen
auch super funktioniert. Ja, mit den Ukulelen,
mit der Gitarre und so. Das ist eine richtig schöne
Sache. Und mit den Tieren
halt eben auch. Ich habe Hühner
zum Beispiel. Das funktioniert
richtig schön, weil das einfach Türöffner
sind. Einfach nur hingehen,
bisschen was füttern. Die sind auch
zahm. Das ist ganz, ganz
toll. Und mein Feld, woran ich
gerade arbeite, ist das nochmal zu erweitern.
Eben auf die Tiergestütze-Therapie
am Pferd. Genau.
Das klingt gut.
Also ich bin ja mit vielen
Tieren aufgewachsen durch
meine Mutter tatsächlich. Und ich
habe, die haben heute noch Hühner. Und ich habe festgestellt,
dass auch Hühner,
eigentlich sind die bei ihr eher so,
die laufen halt
so rum und sind manchmal auch ein bisschen hektisch.
Aber sie haben bei mir genau
den gegenteiligen Effekt. Die beruhigen
mich aus irgendeinem Grund, wenn
ich die sehe. Wahnsinnig. Ich kriege stundenlang
zu gucken. Dann habt ihr jetzt auch noch die Gemeinsamkeit,
dass ihr beide Katzen habt. Ja. Okay.
Ja. Also Sascha hat zwei
Katzen. Du hast ja zwei Kater.
Da habe ich mein Häfersyndrom übrigens.
Genau. Ich habe zwei Kater, die
sich mit den Hühnern übrigens richtig gut verstehen.
Das funktioniert total gut. Also anders
als in den Cartoons wahrscheinlich. Genau.
Genau. Aber das
mit der Reitherapie ist ja auch eine
wissenschaftlich belegte Geschichte.
Eine gute Ergänzung. Und da
soll es ja Wahrnehmung,
Ruhm, sozial-emotionale
Geschichten und die ADHS passt da
tatsächlich super gut rein.
Ist auch günstiger, glaube ich,
zu halten als so ein Delfin. Für Delfin-Therapien
ist es schwierig. Wahrscheinlich.
Ich kriege es auch mit Greenpeace ein Problem.
Ich denke. Ja.
Konzentration, Lernen, solche Sachen
fallen auch mit rein. Führungskräftetraining
soll da auch noch mit rein.
Und dann ist es gut.
Ja. Steckt aber alles
in den Kinderschuhen. Ist aber mein Projekt
für dieses Jahr. Und ich freue mich sehr drauf.
Ja. Kann ich mir gut vorstellen, ja.
Ja. Nimmst du Sascha mit
ans Pferd? Nein. Ja, und
Reitherapie klingt jetzt so, oh Gott, ich muss mich da drauf
setzen und muss reiten. Das ist überhaupt
nicht der Fokus. Das kann man natürlich machen.
Aber es findet viel am
Pferd statt. Das Pferd spiegelt dich halt einfach
so, wie du bist, ohne irgendwelche Wertungen
oder irgendwelches zurückzuhalten
oder nicht. Und das ist eine ganz, ganz tolle
Sache. Und in Wolfsburg
gibt es einen Reiterhof
von der Sarah Langer.
Und mit der werde ich da
wahrscheinlich kooperieren. Und das ist
richtig cool. Ja. Da freue ich
mich sehr drauf.
Du hast ja gesagt, du hast hier auch,
die Hühner sind tatsächlich
ein Türöffner. Die Kater auch?
Dementsprechend. Wenn sie denn
in deinen Räumlichkeiten dürfen? Tatsächlich
kriege ich manchmal Anfragen mit,
ob die Katze auch dabei sein kann.
Es ist wirklich süß.
Ich kann die natürlich nicht
zwingen, aber Henry,
einer der Kater, kommt
sehr, sehr gerne hier runter. Und er ist ganz viel
hier und ein gern gesehener Gast.
Und er legt sich dann hier irgendwo hin.
Mal liegt er hier, mal
bei demjenigen, der da ist.
Und die finden das gut.
Die haben ja eine beruhigende Wirkung.
Bei mir sind selbst die Katzen
psychisch krank, zumindest.
Ja, das stimmt.
Die kommt aus
einem Tier-Messi-Haushalt.
Und war
überhaupt nicht anfassbar.
Daher auch wieder die Empathie.
Wir haben, ich glaube, ein Jahr lang,
habe ich immer wieder sehr geduldig,
im Gegensatz zu dem, was ich sonst bin,
sehr geduldig mit der Katze gearbeitet.
Und mittlerweile habe ich mit ihr
ein sehr inniges Verhältnis.
Sie ist auch immer sofort,
wenn ich mich irgendwo hinlege, liegt sie auf mir.
Das hätte ich gar nicht erwartet.
Das war gar nicht das Ziel.
Aber das ist schon super.
Meine Katzen haben sich aufgeteilt.
Ich habe eine, die wohnt
im Dachgeschoss.
Und ich habe eine, die wohnt
im ersten
OG, wo ich auch sonst mich
befinde. Ich befinde mich auf zwei,
beiden OGs, aber
selten gleichzeitig.
Und diese beiden Katzen
haben sich dann das erste Mal gesehen
und haben direkt beschlossen, dass sie
miteinander nichts zu tun haben wollen.
Eine ist oben geblieben, eine ist nach unten gegangen.
Und so ist es bisher geblieben.
Es weicht gerade auf.
Wobei ich glaube, meine
zweite Katze, die unten wohnt,
hat nicht so richtig mehr Interesse dran.
Die wird jetzt 21.
Also die habe ich schon alt gekriegt
und nicht mehr
so ganz total
kräftig und fit, würde ich sagen.
Ich glaube nicht, dass die Lust auf eine Auseinandersetzung hat.
Wie lange hast du die schon, die zwei?
Die ältere
habe ich jetzt
fünf oder sechs Jahre.
Die andere drei, ne?
Drei, ja.
Knapp drei.
Genau.
Es gab noch einen Kater
früher mit dabei. Der ist immer,
der war doch Weltenwandler.
Der hat beide geschossen.
Egal, welche Katzen da waren.
Aber ja, auch die alte Katze
ist im Prinzip ein Überbleibsel.
Das war die letztverbliebene von eigentlich
draußen lebenden Katzen.
Aus einem Stahlwerk.
Die wurden da auch nicht immer gut behandelt.
Da habe ich mein Häfersyndrom.
Ich nehme gerne irgendwelche,
also jetzt bin ich voll,
jetzt nehme ich gar nichts mehr,
aber ich nehme gerne Tiere,
bei denen ich weiß,
den hat uns auch nicht so gut.
Das kenne ich.
Oder gerade ältere Tiere,
wo ich immer sage, du kannst aber hierbleiben,
bis es zu Ende ist.
Solange du nicht die Stahlwerkarbeiter mitnimmst
und sagst, du kannst jetzt hierbleiben.
Aber das klingt immer so lustig.
Ah, die Hühner und so.
Ja, dann geht man da hin und dann kommt da der Hahn angelaufen.
Der macht gar nichts.
Der ist totenbrav.
Aber da haben die auch Angst.
Also, das ist ja auch ein Angstthema.
Vertrauen aufbauen,
Angst überwinden und sowas.
Da gehört da alles mit rein.
Mutig sein.
Ist ja auch wieder was, was man nicht kennt.
Also, wenn man jetzt nicht unbedingt mit Tieren aufgewachsen ist.
Gerade mit Hühnern
ist das ja schon so ein bisschen,
da weiß man nicht, wie reagieren die?
Wie reagieren die auf mich?
Manchmal muss man auch lernen,
dass wenn sie normal picken,
es auch gar nicht so weh tut.
Das musste ich mal lernen.
Das sieht immer sehr, sehr, sehr martialisch aus.
Und was glaube ich auch nett ist,
das kenne ich auch,
die haben Seidenhühner,
also die kleinere Variante.
Ich habe auch Seidenhühner, Zwergseidenhühner.
Und wenn du die zum Beispiel auf den Rücken legst,
kann ich auch nichts mehr machen.
Kannst du auch streicheln.
Also, so einen Huhn zu streicheln ist sehr interessant.
Und die Seidenhühner sind ja eh sehr,
wenn man die viel beduttelt und so,
sind die zahm.
Die werden richtig schön zahm.
Ich habe noch nie andere Hühner gehabt,
also bei denen ist das zumindest so.
Aber wenn man sich mal vorstellt,
man hat dann da ein Kind,
was die ganze Zeit in dieser Ablehnungsbubble ist.
Und dann sitzt das da mit ein bisschen Körnerkram
und alle Hühner kommen um mich rum
und die sind alle bei mir
und die lassen sich anfassen.
Vermittelt ein ganz anderes Selbst.
Genau, ich hatte das mit Tieren, würde ich sagen,
und mit Musik.
Musik war auch immer da.
Und viele Texte,
ob der Künstler das so gemeint hat oder nicht,
lasse ich jetzt mal dahingestellt.
Aber viele Texte interpretierst du ja auch so,
dass sie dir passen.
Ich höre heute ganz andere Musik
als zu der Zeit,
als ich betroffen war,
aber mit Depressionen.
Aber Musik war immer da
und hat mir auch immer Halt gegeben.
Immer das Gefühl von Verstandensein.
Und bei Tieren hatte ich,
also mir war immer wichtig,
ist auch heute noch wichtig,
dass ich Tiere habe,
die sich selber melden können.
Also der Fisch im Aquarium
wird jetzt bei mir vermutlich...
Aber dann hättest du meinen Respekt,
wenn der das könnte
und du hättest ihn darauf trainiert.
Der hätte bei mir wahrscheinlich
keine hohen Überlebenschancen.
So ehrlich muss ich schon sein.
Also, ähm,
alles, was ich nicht selber melden kann
und mir auf den Sack gehen kann,
ist nicht so richtig.
Das Tier für mich.
Also für mich.
Ich kenne auch einen ADHSler,
der hat Fische,
weil da hat er seinen Fokus drauf.
Ist ja auch viel mit Bauerei
und Technik und Kram.
Also mein Mann hat auch
ein großes Aquarium.
Ja.
Was das ein Aufwand ist
und an Technik,
die da verbaut ist.
Und auch nicht günstig.
Ja, da ich meinem Kumpel
ja immer alles ins Auge sage,
was ich ihm sonst auch sagen würde,
wenn er hört.
Also er hat es irgendwann,
er hat es zurückgebaut.
Ich bin ihm dankbar dafür,
weil meiner Meinung,
ich werde jetzt vorsichtig,
meiner Meinung nach
waren die nicht schön,
sondern es war eher
Quantität statt Qualität.
Okay.
Ja, also du hattest dann nicht
zwei schöne Aquarien,
sondern es waren sechs oder sieben
im ganzen Raum.
Es hat überall geplätschert.
Ja gut, das ist ja,
alleine die Geräuschkulisse,
wenn du die Pumpen alle hast
und alles, also das, nee.
Das ist ja auch nicht mehr beruhigend
irgendwann, also.
Ich glaube, er hat das auch
alles gut gemacht.
Das soll gar nicht die Frage sein.
Aber es war irgendwie,
es hat mich erdrückt.
Für ihn war es genau richtig,
aber mich erdrückt das.
Und das ist kein Tier für mich.
Wo ich richtig drin aufgegangen bin,
mache ich heute aus Zeitgründen
nicht mehr, waren auch wieder
eher die exotischen Tiere.
Wobei, es sind nicht exotisch.
Ich hatte mit 14, 15, 16
schon Frettchen.
Kriegen die nicht so?
Ja, ein bisschen.
Es kommt drauf an.
Also sie riechen etwas.
Sie sind,
also sie waren zahm.
Also eine war so zahm,
die hatte ich alleine,
die konnte ich überall mit hintragen,
hat auch vor meinem Bauch geschlafen.
Das war schon super.
Also die Bindung war sehr eng.
Aber sie sind sonst so richtige ADHSler.
Also so eins zu eins.
Also entweder pennen die,
fressen,
oder sie sind gerade dabei,
rumzuspringen und jemanden,
einen Schein anzugreifen.
Okay.
Frettchen sind ganz fiese Tiere, finde ich.
Ah, ich hab die geliebt.
Mein Cousin hatte Frettchen,
also vor allem die Weibchen,
finde ich ganz schlimm.
Echt?
Ja, Weibchen finde ich ganz schlimm.
Die stinken auch permanent, finde ich.
Nee, eigentlich sind sie blöd.
Also das Weibchen,
was mein Cousin damals hatte,
das war, die hieß nicht umsonst,
also der hatte zwei Weibchen
und ein Männchen.
Rupert war das Männchen.
Der war total zahm,
den konnte man streicheln,
der war super verschmust.
Und dann hatte er zwei Weibchen,
Eis und Killer,
und die hatten ihren Namen auch total verdient.
Also die haben auch den Rupert
nur durch die Gegend gescheucht.
Okay, also eigentlich riechen die Rüden mehr.
Was wichtig ist,
ist eigentlich völlig irrelevant gerade,
aber was wichtig ist,
ist, dass du Fäden kastrierst,
wenn du nicht züchtest.
Ja, genau, genau.
Sonst werden die ganz dolle krank.
Die werden krank?
Ja, die kriegen,
wenn die nicht tragend werden,
dann kriegen die richtig Probleme
mit Mähen.
Mit den Organen.
Und ja, also
meine waren zahm,
aber also...
Ich finde sie auch unberechenbar.
Ja, Gott sei Dank.
Das ist ja genau das, was ich gut finde.
Und wenn die dich beißen, dann tut das richtig.
Die lassen ja eigentlich auch nicht los.
Also ich sag mal so,
ich kam mit meinem Rüden Yellow
sehr gut klar.
Er musste nur eingesperrt sein, wenn ich geschlafen habe.
Weil ich weiß nicht warum,
weil in dem Moment hat er angefangen,
mich als Beute zu sehen.
Anzuknappern.
Er hat mich wirklich im Nacken gepackt
und angefangen zu schütteln.
Als würde er mich reißen wollen.
Ursprünglich sind Frettchen
Malaethese und die sind
eigentlich natürlich
Jagdtiere und vor allen Dingen nicht
wir holen uns mal eben ein Tier.
Sondern die gehen im Bauten
und machen erstmal alles platt, was sie finden
und leben dann da drin und leben da.
Das ist nicht besonders nett.
Meine waren allerdings so satt,
dass selbst wenn sie weggelaufen sind,
den Hühnern nichts passiert ist.
Also das ist glaube ich
keine Therapietiere.
Frettchen würde ich nicht empfehlen.
Bleibt bei den Hühnern.
Für ADHSler sind die super.
Also wir haben auch noch drei Schildkröten
im Petto. Die gehen ja aber dann
nur im Sommer.
Aber auch das ist für Menschen,
die sehr getrieben sind,
sehr spannend tatsächlich
dazu zu gucken.
Wie schnell die auf einmal sein können.
Die können auch schnell sein.
Ja.
Also auch wenn sie nicht so aussehen,
aber so durch den Garten,
dann sind die mal ruckzuck aus dem Gehege raus.
Und man denkt, das ist sicher.
Und dann robben sie sich einmal quer durch den Garten.
Das ist alles schon erlebt.
Ja, das klingt so witzig
und so einfach auch.
Aber es können wirklich
ganz, ganz tolle Türöffner
einfach sein und ganz viel bezwecken,
bewirken.
Also mit den Pferden-Ponys
hatte ich es nicht so.
Allerdings bin ich damit aufgewachsen,
dass ich das gemacht habe.
Und musste schnell lernen,
dass die viel Arbeit machen.
Und vor allen Dingen,
ich war ja Einzelkind, um das nochmal zu erwähnen,
sturmfrei war jetzt nichts,
worauf ich mich gefreut habe.
Das hat eigentlich nur Arbeit gemacht.
Aber ich glaube,
im Punkt Therapie ist ja gerade die Arbeit
an den Pferden,
dieses Beschäftigen, das Striegeln,
das Streicheln und vielleicht noch
diesen Huf auskratzen.
Und meine Tochter ist x Jahre geritten.
Und weiß halt auch,
was da so dran hängt.
Ich bin auch mit Pferden aufgewachsen.
Aber ich glaube, diese Arbeit daran ist halt auch
dieses Konzentriertsein auf eine Sache zu machen,
dass es dem Pferd ja gut tut.
Und was du ja sagst,
die spiegeln ja auch sehr schnell zurück.
Das mag ich und das finde ich gut.
Und jetzt lass das mal lieber sein.
Mir fällt die, ja gut,
es ist direkter.
Für mich ist das auch immer praktisch,
gerade auch ich habe schnell eine Bindung zu dir.
Also wenn du
in einer,
in einer Gruppe bist und da sind Hunden,
dann sind mir Menschen relativ schnell egal,
weil ich beschäftige mich dann lieber damit
und streiche die,
die nehmen dich halt, das ist das, was wir hatten,
die nehmen dich erstmal so, wie du bist.
Ja, genau.
Gerade für diesen sozial-emotionalen Bereich
ist das
so eine schöne Sache einfach.
Mal was anderes.
Und auch für, gehen wir mal von aus,
wir haben dann ein Kind oder eine Jugendliche von mir aus,
die soziale Schwierigkeiten hat.
Die kommt dann da auf so einen Hof,
da laufen andere Leute rum.
Da sagt man auch mal Hallo oder
der andere sagt Hallo.
Das klingt alles so einfach,
aber das ist ganz, ganz viel,
was dann da dahinter steckt.
Mit dem Pferd selber, mit dem Rumtütteln,
mit dem Rumputzen.
Ja, wenn ich da schon so
unter Spannung stehe, dann wird mir das Pferd
das schon zeigen.
Ja.
Wenn es mental da ist.
Genau.
Weiß nicht.
Ich würde sagen,
ich habe viel gelernt.
Noch mehr.
Durch die Zeit mit Sascha
wusste ich ja auch schon relativ viel, aber
Ich glaube auch, weil ich da relativ offen bin.
Ja, das stimmt.
Ich glaube, wir haben ja auch schon
in unserem alten Podcast hatten wir auch schon eine Folge.
Die hattest du ja gehört.
Genau, ich hatte mal eine Folge gehört und da ist mir
in Erinnerung geblieben, dass du deine ADHS
hast du dort als Superkraft beschrieben.
Das fand ich auch sehr, sehr spannend.
Ja.
Also ich habe halt,
das Glück, dass ich,
das finde ich halt wirklich Glück,
meistens dann gut funktioniere,
wenn es andere nicht mehr tun.
Dafür funktioniere ich, wenn andere
es funktionieren im normalen Leben nicht ganz so toll.
Aber dann haben wir auch wieder
dieses, wenn du erstmal getrieben wirst,
also wenn jetzt der Zeitdruck so hoch ist,
dann ist das ultra
anstrengend, aber ich kriege dann halt
in wenigen Stunden das hin, wofür andere
Tage brauchen.
Und dann holst du damit wieder ein bisschen
auf. Oder wir haben den Faktor nicht beim
letzten Mal irgendwann gesagt habe,
es kann dir auch passieren, dass ich es gar nicht
mache. Das ist dann
blöd, aber es ist dann so.
Auch da habe ich für mich gelernt, ja,
wenn es dann gar nicht geht, dann geht es gar nicht.
Ich verurteile mich nicht mehr für Dinge,
die ich nicht ändern kann.
Und das, was ich vor allen Dingen
eigentlich fordere, ist nicht
verstanden zu werden, sondern eine reine Akzeptanz.
Mehr will ich nicht.
So wie ich neurotypische Menschen akzeptieren
muss, weil sie nun mal überall sind
in meinem Umfeld,
verlange ich genau das.
Mehr nicht.
Aber ich finde, das sollte
ein grundsätzlicher Tenor sein,
zu akzeptieren.
Ja, aber da sind wir noch relativ weit von
weg, glaube ich.
Ja, es wird immer von Toleranz und
sagen, dass wir Worte um sich gehauen werden.
Toleranz und Akzeptanz ist ja,
wenn wir vom reinen Wort
ausgehen bei Toleranz, ist es ja,
das hat ja mit Tollfind
nichts zu tun.
Toleranz, Tolerare
heißt einfach nur ertragen.
Ja.
Das ist eine andere Form des Akzeptierens.
Ich ertrage das und beim Akzeptieren
ist es ja, ich nehme das jetzt so hin.
Ja, aber ich meine damit,
wir sind alle so tolerant
und jeder kann,
wie er will und eigentlich
stimmt das ja gar nicht.
Die Frage ist auch immer,
muss man immer tolerant sein?
Darf man nicht auch sagen, ich stelle das in Frage?
Also ist das jetzt ein Zwang
geworden, immer für alles
tolerant sein zu müssen?
Also du darfst doch auch Sachen in Frage
zu stellen, ohne dass du dagegen bist,
finde ich.
Ja, du darfst auch sagen,
so mache ich das in manchen Fällen auch,
ich habe nichts gegen dich, aber das wird
nicht funktionieren. Also das ist so,
ich habe das ganz stark,
ohne jemanden irgendwie
da wirklich verurteilen zu wollen.
Ich habe ganz schlechte Erfahrungen
mit Leuten mit Borderline gemacht.
Also wenn mir jemand sagt, ich habe
Borderline, dann hast du,
ohne dass ich die Person bewerten will,
das Problem, dass ich sage, das klappt nicht mit uns.
Weil dann gehe ich direkt
auf Abstand. Ich habe mich
allerdings auch lange selber damit
beschäftigt und zu sagen, ist es nicht vielleicht
das, was ich habe? Weil ich halt mit den
Leuten damals rumhing und die
hatten Borderline und die hatten dann auch diese typischen
Verknüpfungen, die du hast in den Spektren
und von ADHS hattest du nichts
gehört, dann war man eher so in die Richtung.
Das passt aber auch nie richtig.
Das ist etwas, was auch viele ADHSler haben,
dass sie dauernd suchen und nie
reinpassen.
Diese Nische.
Da hatten wir vorhin schon, hilft im Moment
Social Media wahnsinnig, was dazu führt,
dass wieder alle sagen, es ist eine Modediagnose.
Es ist aber eigentlich nur,
es erkennen sich mehr Leute.
Und fairerweise erkennen sich
auch viele Leute darin, die es vielleicht
nicht haben.
Was ist ja dann wieder
dem
Argument Modediagnose,
wenn Leute...
Die kriegen keine Diagnose.
Aber es gibt ja dann auch anscheinend Leute, die das für sich
in Anspruch nehmen, obwohl sie es nicht haben.
Also ich kann aus meiner Erfahrung sagen, ja, ich gehe damit
sehr gut um, aber ADHS ist
jetzt nichts, wo du sagst, da habe ich grundsätzlich Bock
drauf, das muss ich haben.
So ist es halt nicht.
Vielleicht ist es bei vielen auch nur, dass sie eine Entschuldigung
für ihr Handeln suchen.
Sie haben was anderes. Ich will gar nicht immer sagen Entschuldigung.
Das ist ja genau das. Alles, was
du machst, macht es ja aus irgendeinem
Grund mit dir.
Das hatten wir vorhin so mit den Kindern,
wo ich immer sage, aber warum ist das dann so?
Es steckt überall irgendwas hinter.
Auch der
für dich vielleicht größte Idiot hat
irgendeine Geschichte, die dazu führt,
dass er das so macht.
Und vielleicht auch irgendwas Unbehandeltes.
Es muss auch nicht alles behandelt werden.
Das ist eine Erkenntnis, die ich mal irgendwann hatte.
Das ist schon so, dass ich sage, ja,
keine Frage, ich finde auch Leute einfach doof.
Dann ist das erstmal so. Aber
ich kann auch nicht mit einen.
Aber grundsätzlich steckt überall was dahinter.
Letztendlich macht mich ja jede
Erfahrung, die ich gesammelt habe,
egal ob positiv oder negativ,
genau zu dem Mensch, der ich heute bin.
Und das ist ja gut so auch.
Irgendwo.
Und du hast ja vorhin selber gesagt, du warst
ganz, ganz unten.
Du hast ja sehr viel mitgenommen.
Ja, das ist also...
Unglaublich viel gelernt auch über dich selber.
Ich glaube auch, dass
auch da, wenn man mich jetzt fragen würde,
wenn du das alles ungeschieden machen könntest,
würdest du das tun? Ich glaube nicht,
weil es mich ja zu dem gemacht hat,
dass ich bin und vor allen Dingen
vielleicht auch zu Menschen in meinem
Alter zu wahnsinnig viel mehr
Lebenserfahrung geführt hat. Zumindest
in der psychischen Geschichte.
Das sagen auch zumindest
bei mir hier öfters Menschen
mit einem Burnout oder die aus ihrem Burnout
wieder raus sind. Dass sie sogar
ein Stück weit dankbar
sind, vielleicht ein bisschen zu weit, aber
dankbar dafür sind, dass ihnen das
passiert ist, dass sie aus diesem Hamsterrad
jetzt endlich draußen sind und
verstehen, warum, wieso habe ich denn,
so überhaupt agiert und leben
heute ein viel entspannteres Leben.
Ja, dass sie auch wissen, was sie nicht mehr machen.
Ja, also auch mein Freundeskreis
hat sich komplett gewandelt.
Also ich habe zwei, drei Freunde
aus der Zeit noch mitgenommen.
Die haben sich aber allerdings, muss ich auch sagen,
in der Zeit selber weiterentwickelt.
Und viele haben leider nicht mehr gepasst
hinterher, weil ich
es heute auch nicht mehr kann, dass ich mich
ständig mit Leuten umgebe,
die depressiv sind.
Zumindest die, die nichts dagegen tun.
Die, die sich helfen lassen, okay.
Aber die, die nichts dagegen tun,
das ist jetzt, denen kann ich dann
selber nicht helfen und das belastet mich. Das klingt
vielleicht schöner, als wenn ich
jetzt sagen würde, ja, das ist mir dann egal, kann euch
auch nicht helfen. Das stimmt nicht so ganz,
aber du
stehst ja hilflos daneben. Also auch,
das ist nochmal schön, alle, die daneben
stehen, haben auch ein Problem, weil sie
wirklich hilflos daneben stehen.
Und auch da wird immer noch
so diese allgemeine Meinung, ja,
dann geh mal ein bisschen an die frische Luft, dann wird das
mal besser. Der Junge muss
an die frische Luft.
Ja, auch das
kann dir helfen, aber das ist nicht die Lösung.
Nein, das ist auch
wahrscheinlich nur eine kurzfristige Hilfe.
Das sagen Menschen, die traurig
sind, aber nicht Menschen, die
depressiv sind. Das ist halt so.
Das ist halt ein Zusammenspiel.
Wir hatten das ja schon auch mal
thematisiert, diese Folge mit
Kurt Krümer und Thorsten Sträter,
wo das ja auch aufgekommen ist,
da in Depressionszeiten,
Thorsten Sträter geraten, du musst öfter
mal spazieren gehen. Ja, das ist schön,
aber es ist ja nicht,
das hilft ja nicht. Das Schöne ist,
das sind Sätze, die alle kennen.
Das ist so richtig dieses,
ja, dann reiß dich mal zusammen, dann musst du halt mehr
rausgehen, du musst mehr unter Leute.
Ich wollte vieles, aber nicht unter Leute.
Und es gibt,
das Masking hat ja auch damals gut funktioniert.
Also die
Kontakte von früher, du lernst ja vielleicht bald
eine kennen, würden mich beschreiben
als total witzigen Typen, immer
gut drauf und Spaß ohne Ende.
Das hatte ich,
aber nicht mehr, wenn ich zu Hause war.
Ja.
Und das ist auch,
ich hatte einen Humor, den ich heute
nicht mehr so mag. Ich bin heute immer noch recht albern,
aber damals war das völlig überzogen
albern, wenn ich mir das heute anhöre. Es gibt noch
so Aufnahmen von früher, so von
Radios oder so, wo ich dann denke, oh Gott,
was hast du denn da gemacht?
Aber es kam bei den Leuten gut an
und manchmal stelle ich das bei
Leuten, die eine ähnliche Erkrankung,
haben auch fest, dass sie dann so
übertrieben witzig sind, wenn sie das
versuchen. Wo ich dann sage, ja okay,
kenne ich, dir geht es gerade nicht gut.
Mein Bruder hatte einen Freund früher,
wenn ich an den denke, war der auch immer
der Lustige, das war ein
geselliger Typ, ein ganz angenehmer
Geselle und ja mit 18 hat er sich aufgehängt.
Ja. Ja, die überpacen dann halt.
Ja, ja.
Keiner hat mit gerechnet.
So aus dem, weiß ich nicht,
über den, du bist Fußballer, du weißt das,
der Robert Enke.
Mhm.
Bei dem habe ich hinterher immer so Kommentare gelesen,
wo ich immer dachte, Leute, der versteht Depressionen nicht.
Der stand immer drunter, ja, der war immer
total gut drauf und das war immer so ein lustiger Typ.
Nee, war er nicht, sonst wäre er ja nicht
in den Freitod gegangen.
Aber auch da ist ja wieder dieses Typische,
da haben wir uns auch schon so oft zugebraucht halten,
viele Comedians
sind mit Depressionen
unterwegs. Die sind auf der
Bühne, sind die super lustig,
so ein Thorsten Sträter, so ein Kurt Krömer,
der auch mehrfach gesagt hat, auf der Bühne
hat der einfach
top funktioniert
und es war dann halt auch oft so,
dass er seine Auftritte in die Länge gezogen hat,
um nicht von dieser Bühne runter zu müssen.
Aber was ist denn die meiste Comedy?
Das ist ja das, die habe ich auch
depressiver total gern geguckt, weil die meiste
Comedy beobachtet
Alltagsgeschehen
und stellt es mal absurd,
also einfach da, die stellen das nur
überspitzt da und viele
zeigen dir auch die Probleme auf.
Also ich will jetzt nicht,
also Otto Weick ist jetzt nicht unbedingt,
aber...
Mit Ottifanten?
Aber sonst grundsätzlich ist es genau das.
Und wenn du das machst, musst du dich ja
damit beschäftigt haben.
Und dann ist auch meine Erfahrung gewesen,
über Mitte ist lieber witzig, kommt besser an,
als wenn du da mit der
Kelle stehst und ihr dürft das alles nicht mehr.
Es bringt nur nicht so viel, aber
eigentlich ist es oft Gesellschaftskritik.
Tja.
Möchtest du den Leuten, die uns
hören oder auch nicht hören,
wahrscheinlich nicht hören, mal gucken,
noch was mitgeben?
Nochmal.
Ich hatte es vorhin, glaube ich, schon mal gesagt,
ich würde jedem raten, der das Gefühl hat,
den Verdacht hat, warum auch immer,
in diese Schiene, in diese ADHS-Schiene
zu gehen, eine Diagnostik machen zu lassen.
Weil es einfach eine unglaubliche
Erleichterung ist, wenn es denn so ist
und man die entsprechende Hilfe bekommt.
Es sind besondere Medikamente,
du hast das vorhin schon gesagt,
mit den BTMs hast du sie, glaube ich,
immer genannt, den Betäubungsmitteln quasi.
Die gibt es halt auch nicht einfach nur so.
Es braucht immer den entsprechenden,
den Arzt dazu. Ich würde immer raten,
holt euch da eine vernünftige
Diagnose ein und lasst das entsprechend
behandelt. Auch natürlich zur Vorweige,
um eventuell nicht irgendwie in Depressionen
zu rutschen, weil man einfach
nicht weiß, was mit einem los ist.
Für sich selbst die Kleidung.
Depression kann ich generell nicht empfehlen.
Nein, also es war jetzt auch
keine Krankheitsempfehlung von mir.
Wobei dieses, ja,
das ist auch da, also jemand,
der nie eine Depression hatte, versteht sie
oft zum Beispiel.
Das habe ich mit meiner Mutter
manchmal, die kann das gar nicht
verstehen. Irgendwann habe ich
realisiert, und das ist auch immer schön,
zu sagen, das ist gut, dass du das nicht kannst.
Ansonsten wünsche ich immer nur jedem,
dass sie es nicht trifft, weil die kann auch einfach mal
so kommen.
Es wird halt nur nicht so thematisiert,
dir fehlt halt kein Bein oder du bist nicht auf
einen Rollstuhl angewiesen oder
wobei, es kommt drauf an, wie schlimm es ist,
es wird auch irgendwann auf einen Rollstuhl angewiesen.
Es ist halt,
und desto länger sie dauert,
desto mehr macht sie auch körperlich
kaputt. Tatsächlich, weil du dich irgendwann
nicht mehr um dich kümmerst. Aber sonst,
ja, also grundsätzlich
lasst euch helfen und
der Gedanke in eurem Kopf,
dass man euch nicht helfen kann, der lügt euch an.
Das ist halt so. Depressionen
lügen dich an. Ja, Gedanken sind keine
Wahrheit, ne? Ja, es gibt so,
so viele verschiedene Sachen, die man machen kann.
Finde ich, bietet Raum für eine Vorsitzung,
dass wir das nochmal... Fragst du mich das jetzt?
Ja, ich lasse das jetzt
einfach mal so stehen. Mich würde da nicht lohnen.
Nein, das ist ja... Aber ich denke,
das ist ein Thema, wo es sich lohnt,
vielleicht auch nochmal drüber zu sprechen.
Auch wollen wir natürlich wissen,
wie es mit deiner Therapie, mit
der Tiergestützten... Wie ist mit deiner Therapie
weitergegangen? Mit dem Therapieangebot.
Mit dem Therapieangebot.
Du kannst so froh sein, dass ich
heute mir so oft auf die Zunge gebissen habe.
Mit deinem neuen
Therapieangebot, was du da, wo du
in Planung bist, mit der tiergestützten
Therapie. Ja, ich bin ja Macher, gerade
die Ausbildung dazu jetzt.
Braucht man ja. Ist auch
sehr spannend. Auch vieles, was mir
völlig fremd war. Megaspannendes
Projekt für mich. Also ich für meinen Teil
sage auf jeden Fall vielen, vielen Dank, dass
wir hier sein durften. Ich habe zu danken, dass ihr
seid ja zu mir gekommen. Und deswegen, dass
wir hier sein durften. Aber das ist ja
eine Bereicherung für unseren Podcast.
Also habe auch wir zu danken.
Dann danken wir uns alle.
Schön, dass wir hier waren.
Schön, dass ihr da wart.
Und ich kann viel mitnehmen.
Und
Steffi, vielen, vielen Dank. Und
hoffentlich, dass es ein nächstes Mal gibt.
Immer gerne. Ja, ich bin dabei.
Ja, cool. Okay.
Tschüss.
Tschüss.
Das war Teil 2 unserer
ADHS-Folge bei
Speer. Sascha und Pierre.
Äußerst rätselig.
Wenn du dich in dem, worüber
wir gesprochen haben, wiedererkennst
und gerade merkst, boah,
das ist mir alles zu viel,
dann nimm dieses Gefühl bitte ernst.
Und jetzt das
Wichtigste. Wirklich.
Es gibt Hilfe.
Du musst das nicht allein tragen.
Hilfe anzunehmen ist kein
Schwächemove, sondern ein
verdammt mutiger Schritt.
Und manchmal genau der, der
alles dreht.
Bitte warte nicht darauf, dass es noch
schlimmer wird, damit du dir erlaubst,
Unterstützung zu holen.
Du darfst dir Hilfe jetzt holen.
Für dich. Für deinen Kopf.
Für dein Leben.
Wenn du gerade in einer Krise
steckst oder dunkle Gedanken hast,
Telefonsehe-Sorge
116 123
kostenlos rund um die Uhr.
In akuter
Gefahr 112.
Pass auf dich auf.
Du bist nicht allein damit.
Und wenn du magst,
atme einmal durch,
trink ein Glas Wasser und sei
heute ein bisschen weniger hart zu dir.
Als sonst.
Wir hören uns in der nächsten Folge.